Adobe Premiere Mobile für Android steht ab sofort im Google Play Store bereit. Die kostenlose Schnitt-App läuft auf Geräten mit Android 13 oder neuer und mindestens 5 GB RAM. Nach dem Start auf dem iPhone erweitert Adobe damit seine mobile Premiere-Version auf die zweite große Smartphone-Plattform.
Die App ist vor allem für Videos gedacht, die direkt auf dem Mobilgerät aufgenommen, bearbeitet und veröffentlicht werden. Dabei übernimmt Adobe einige Werkzeuge und Bedienkonzepte aus seinen größeren Schnittlösungen, reduziert sie aber auf eine Touch-Oberfläche. Clips lassen sich framegenau schneiden; Video, Musik, Voice-over, Text und Effekte liegen auf einer Mehrspur-Timeline und können dort übereinander angeordnet werden.
Mehrspur-Timeline, Enhance Audio und 4K
Für Tonaufnahmen bringt Premiere Mobile die Funktion Enhance Audio mit. Sie soll störende Hintergrundgeräusche reduzieren und Sprache in Interviews oder Voice-overs verständlicher machen.
Beim Bild unterstützt die Android-Version Bearbeitung und Export mit bis zu 4K. Effekte, Übergänge, Musik und weitere Assets können aus Adobe Stock, aus eigenen Dateien oder aus extrahiertem Audiomaterial eingebunden werden. Für einen schnelleren Einstieg stellt Adobe außerdem Vorlagen von anderen Creatorn bereit; eigene Vorlagen lassen sich ebenfalls anpassen.
Eine Anmeldung ist für das Erstellen und Bearbeiten nach Adobe-Angaben nicht erforderlich. Auch Werbung und Wasserzeichen gibt es in der App nicht. Die grundlegenden Schnittfunktionen sind kostenlos, kostenpflichtige Upgrades sind für zusätzlichen Speicherplatz und weitere generative Credits vorgesehen.
Firefly-Funktionen direkt auf dem Smartphone
Generative Werkzeuge auf Basis von Adobe Firefly gehören ebenfalls zur mobilen Version. Genannt werden Generative Fill, Image-to-Video und Generate Sound Effects. Damit lassen sich zusätzliche Bild- und Videoinhalte sowie Soundeffekte innerhalb des mobilen Workflows erzeugen.
Adobe will die Android-App zudem weiter ausbauen. Angekündigt sind unter anderem Adobe Fonts, erweiterte Untertitelfunktionen, Keyframes, Cropping und Beat-Erkennung. Auch die Möglichkeit, einen auf dem Smartphone begonnenen Schnitt in Premiere auf dem Desktop fortzusetzen, soll folgen.