Cinegy präsentiert auf der IBC vom 11. bis 14. September in Amsterdam, an Stand 7.A01, eine Linux-basierte Betriebsvariante seiner Playout- und Automatisierungssoftware Cinegy Air. Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit, die Backend-Funktionen in einer Docker-Umgebung unter Linux laufen zu lassen statt unter Windows.
Weniger Hardware für dieselbe Leistung
Nach Angaben des Unternehmens benötigt die Linux-Docker-Variante nur ein Viertel bis ein Achtel des Arbeitsspeichers einer vergleichbaren Windows-Installation, dazu einen kleineren Prozessor-Footprint. Bei steigenden Speicherkosten lässt sich damit vorhandene Hardware stärker auslasten; auch Cloud-Migrationen sollen sich laut Unternehmen dadurch günstiger umsetzen lassen.
„Wir sehen, dass Neueinsteiger im Server- und Playout-Markt behaupten, das Prinzip ‚ein Kanal pro Server aufzubrechen' sei neu", sagte Jan Weigner, Mitgründer und CTO von Cinegy. „Wir nutzen seit über 15 Jahren Virtualisierung und andere Methoden, um deutlich mehr Kanäle auf kleinem Footprint unterzubringen. Was wir dieses Jahr auf der IBC zeigen, ist, wie Nutzer jetzt auf ein Linux-Backend wechseln können, um die maximale Leistung zu erzielen – ohne dass Operator etwas davon bemerken. Docker-basiertes Kanal-Deployment bringt zudem sofortige Skalierbarkeit, schnelle Migration und vollständige Kanal-Templatisierung."
Kanäle in Sekunden hochfahren
Nach Unternehmensangaben lassen sich über die isolierte Docker-Bereitstellung vollständig konfigurierte Software-Instanzen – komplette Broadcast-Kanäle – innerhalb von Sekunden starten. „Unsere Kunden sagen uns, dass Cinegy Air bereits alle Playout- und Server-Funktionen bietet, die sie brauchen", so Weigner. „Deshalb konzentrieren wir uns zunehmend auf Effizienz und einfache Bereitstellung. Das war schon immer ein Treiber, ist aber angesichts der Kosten für Prozessoren, Arbeitsspeicher und Storage heute kritischer denn je."
Cinegy Desktop: Zugriff ohne Administrator
Am Stand zeigt Cinegy zudem sein plattformübergreifendes Produktionssystem Cinegy Desktop für lokalen und Cloud-Betrieb, das für Sport, News, Reality-TV und andere Formate mit schnellem Turnaround eingesetzt wird. Verbunden mit dem lokalen oder Cloud-basierten Media-Asset-Management-System von Cinegy, verschafft es laut Unternehmen Zugriff auf eine unbegrenzte Zahl an Live-Kamera- und Videosignalen, während diese aufgezeichnet oder hochgeladen werden. Die Software setzt auf eine Zero-Trust- und Zero-Install-Client-Architektur: Zugriff über beliebige Internetverbindungen soll so möglich sein, ohne dass ein Administrator Installation oder Geräteverwaltung übernehmen muss.
25 Jahre Cinegy
Cinegy nähert sich dem 25-jährigen Bestehen. „Bis zur IBC im kommenden Jahr feiern wir 25 Jahre Cinegy", sagte Weigner. „Wir waren Pioniere softwaredefinierter Medien und haben überlebt, weil wir die realen Probleme der Branche verstanden und passende Lösungen entwickelt haben. Heute heißt das: vorhandene Hardware maximal nutzen, Cloud-Kosten minimieren und gleichzeitig Leistung und Qualität steigern." Am Stand richtet Cinegy zudem einen Präsentationsbereich namens Cinegy Studio ein, in dem während der Messe Vorträge und Diskussionsrunden stattfinden.