EVS hat zwei neue Produkte angekündigt, die erstmals auf der NAB Show 2025 in Las Vegas vorgestellt werden sollen. Die Systeme Move I/O und Move UP erweitern die MediaCeption-Plattform von EVS und sollen Medienprofis effizientere Workflows bei Ingest, Playout und Transcodierung ermöglichen.
Die neuen Tools entstanden aus der Zusammenarbeit der EVS-Teams in Lüttich und Porto, nachdem das Unternehmen im vergangenen Jahr den portugiesischen Softwareanbieter MOG Technologies übernommen hatte.
Move I/O: Ingest und Playout in einem System
Move I/O steht für „Media In and Out“ und beschreibt damit das zentrale Einsatzgebiet der Lösung: das Einlesen und Ausspielen von Videomaterial in unterschiedlichen Formaten und Auflösungen.
Das System unterstützt sowohl klassische SDI-Signale als auch IP-basierte Streams wie SRT, NDI oder HLS – und das sogar parallel auf demselben Server. Die Zuweisung der Ressourcen erfolgt dabei dynamisch.
Eine webbasierte Oberfläche mit individuell konfigurierbaren Widgets ermöglicht die zentrale Steuerung mehrerer Server. Integrierte Zeitpläne erleichtern die Planung der Ingest-Prozesse.
Darüber hinaus ist Move I/O vollständig in Avid-Umgebungen eingebunden. Inhalte lassen sich direkt in MediaCentral einchecken oder über Media Composer verarbeiten. Die Lösung kann sowohl als Einzelsystem als auch in einer Servergruppe betrieben werden – lokal oder in der Cloud.
Move UP: Transcoding für moderne Produktionsanforderungen
Move UP ergänzt Move I/O um erweiterte Funktionen zur Datei-basierten Verarbeitung von Medieninhalten. Ziel ist es, die Komplexität beim Umgang mit verschiedenen Formaten, Codecs und Bildraten deutlich zu reduzieren.
Dank breiter Formatunterstützung eignet sich das System für unterschiedlichste Einsatzbereiche – von klassischen TV-Produktionen über Postproduktion bis hin zu OTT-Angeboten.
Auch Move UP verfügt über eine zentrale Benutzeroberfläche, über die sich mehrere Render-Knoten steuern lassen. Eine skalierbare Renderfarm sorgt für hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit, unterstützt durch CPU- und GPU-Beschleunigung.
Auch Move UP lässt sich in Avid-Workflows integrieren. Nutzer können etwa Avid-Sequenzen oder Masterclips direkt durchsuchen und ausliefern. Auch das gleichzeitige Schneiden während des Ingests ist möglich – nicht nur mit Avid, sondern auch mit Adobe-Systemen.
Weitere Funktionen umfassen automatisierte Workflows per Watch Folder oder API, erweiterte Metadatenverwaltung und flexible Bereitstellungsoptionen.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten für moderne Produktionen
Beide Lösungen sind für eine breite Palette an Produktionsszenarien ausgelegt – von Serien und Shows über Unternehmensveranstaltungen bis hin zu kirchlichen Livestreams oder Nachrichtenredaktionen.
„Nach der Übernahme von MOG Technologies haben wir intensiv daran gearbeitet, diese Lösungen in unsere Systeme zu integrieren“, sagt Oscar Teran, EVP Markets & Solutions bei EVS. „Move I/O und Move UP bieten skalierbare und intuitive Funktionen, die es unseren Kunden ermöglichen, noch effizienter zu arbeiten.“