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Manifold zeigt 400GbE-FPGA-Unterstützung

Das Frankfurter Unternehmen erreicht mit 400GbE-COTS-FPGA-Karten bis zu 4,8 Tbps Medienverarbeitung pro 1RU-Server.

FPGA-Beschleunigerkarten für die manifold CLOUD-Plattform von Manifold Technologies
©Manifold Technologies

Manifold Technologies wird auf der NAB Show 2026 in Las Vegas (Stand C.1808) erstmals die Unterstützung von 400GbE-COTS-FPGA-Beschleunigerkarten auf seiner manifold CLOUD-Plattform demonstrieren. Damit erreicht das Frankfurter Unternehmen eine Verarbeitungsdichte von bis zu 4,8 Tbps pro 1RU-Server.

Die serviceorientierte manifold CLOUD-Plattform realisiert broadcast-taugliche Verarbeitung – darunter Multiviewer, UDX-Konvertierung und Grafikeinblendung – auf handelsüblichen FPGA-Beschleunigerkarten (Commercial Off-The-Shelf). Die Plattform entkoppelt die Signalverarbeitung von proprietärer Hardware und unterstützt Karten verschiedener Hersteller, darunter BittWare und ProDesign. Darüber hinaus ist manifold CLOUD für den Betrieb auf den AT300-FPGA-Karten von Technologiepartner arkona optimiert und arbeitet mit arkonas BLADE//runner-Infrastruktur zusammen, die deterministisches Signal-Gatewaying, Frame-Synchronisation, Bildmischung und Audio-Processing bereitstellt.

Bis zu vier 400GbE-Karten pro Server

Mit der neuen 400GbE-Unterstützung liefert jede einzelne Karte einen Verarbeitungsdurchsatz von bis zu 400 Gbps. Da bis zu vier Karten pro Server verbaut werden können, ergibt sich eine Gesamtleistung von 4,8 Tbps Medienverarbeitung pro Servereinheit. Für Tier-One-Produzenten im Live-Sport bedeutet das laut Manifold: Sämtliche Kamera-, Replay- und Grafikfeeds eines Großereignisses lassen sich auf minimalem Raum verarbeiten – ohne ausufernde Equipment-Racks mit entsprechendem Verkabelungs-, Energie- und Kühlungsaufwand. Auch für großangelegte E-Sports-Produktionen und Enterprise-Medienbetriebe soll die Plattform Vorteile bei Konsolidierung und Skalierbarkeit bieten.

Skalierung von klein bis groß

Manifold betont die lineare Skalierbarkeit der Plattform: Große Broadcaster können 400GbE-Karten für maximale Dichte einsetzen, während kleinere Produktionen mit kostengünstigeren COTS-Karten starten und bei Bedarf innerhalb derselben Plattform aufrüsten können – ohne die Architektur verändern zu müssen.

Aliaksei Shauchenka, CEO und Mitgründer von Manifold Technologies, ordnet die Entwicklung ein: „Es geht nicht einfach darum, eine Spezifikation zu jagen – es geht darum, die Barrieren für echte Kreativität zu beseitigen. Live-Produktion sollte nicht dadurch limitiert werden, wie viele Karten in ein Rack passen oder wie viel Strom man ziehen kann." Zudem betont er den Demokratisierungsaspekt der Plattform: „Da manifold auf Standard-COTS-Hardware läuft, kann jemand mit einer einzigen Karte starten und auf 400GbE-Dichte skalieren, wenn er so weit ist. Die Plattform wächst mit – das sollte software-defined bedeuten."

Manifold Technologies ist auf der NAB 2026 an Stand C.1808 vertreten.

Niklas Eckstein

Niklas Eckstein

Fachjournalist in der Medien- und Broadcast-Branche mit den Schwerpunkten Live-Produktion und Medientechnik. Chefredakteur von mebucom.de.

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