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Matrox Video auf der NAB 2026: ORIGIN-Framework für softwaredefinierte Produktion

Matrox Video präsentiert auf der NAB Show 2026 in Las Vegas sein Portfolio für softwaredefinierte Produktionsumgebungen – mit dem neuen Framework Matrox ORIGIN als zentralem Element und einem umfassenden IP-Werkzeugkasten für End-to-End-Broadcast-Workflows.

Matrox auf der NAB 2026
Matrox auf der NAB 2026: Alles im Zeichen der Dynamic Media Facility ©Matrox

Auf der NAB Show, die vom 19. bis 22. April in Las Vegas stattfindet, rückt Matrox Video an Stand N2451 die nächste Entwicklungsstufe der Live-Produktion in den Fokus. Das Unternehmen, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert, positioniert sich dabei klar als Wegbereiter für den Übergang von klassischen, hardwarebasierten Broadcast-Infrastrukturen hin zu softwaredefinierten Produktionsmodellen.

Matrox ORIGIN auf der NAB

Den inhaltlichen Kern des NAB-Auftritts bildet Matrox ORIGIN – ein asynchrones Media-Framework, das gleichzeitig als einsatzbereite Grundlage für die Dynamic Media Facility (DMF) der European Broadcasting Union (EBU) konzipiert ist. Die DMF-Vision der EBU zielt darauf ab, Broadcast-Produktionsumgebungen grundlegend zu modernisieren: weg von proprietären Hardware-Setups und getakteten, synchronen Protokollen wie SMPTE ST 2110 oder SDI, hin zu verteilten Mediendiensten auf handelsüblicher IT-Infrastruktur (COTS – Commercial Off-The-Shelf).

Matrox ORIGIN läuft sowohl On-Premises als auch in der Cloud und trennt die Medienverarbeitung konsequent von dedizierter Hardware. Im Zentrum des Frameworks steht die Matrox ORIGIN Fabric, eine MXL-kompatible, unkomprimierte Media-Exchange-Schicht, die einen sicheren, anwendungsübergreifenden Inhaltsaustausch zwischen verschiedenen Herstellern ermöglicht. Durch die Kombination von Hochleistungstransport und integrierter Steuerung entstehen laut Matrox latenzarme, resiliente und hochskalierbare Workflows – mit dem Anspruch, das DMF-Modell bereits heute über den reinen Transport hinaus operationalisierbar zu machen.

„Die Broadcast-Industrie bewegt sich in Richtung softwaredefinierter und IP-basierter Produktionsmodelle", sagt Alberto Cieri, Senior Vice President of Sales and Marketing bei Matrox Video. Mit ORIGIN und dem IP-Portfolio wolle man Kunden ermöglichen, mehr Flexibilität und Effizienz zu erreichen, ohne dabei Abstriche bei Performance und Zuverlässigkeit machen zu müssen.

IP-Werkzeuge für den gesamten Produktionsweg

Neben ORIGIN zeigt Matrox Video auf der NAB ein breites Spektrum an IP-basierten Produktionswerkzeugen, die unterschiedliche Etappen im Broadcast-Workflow abdecken:

  • Der Matrox Monarch EDGE adressiert Remote-Production- und Distributionsszenarien mit sicherem, latenzarmem Encoding und Decoding. Das Gerät ist auf Workflows ausgelegt, bei denen Signale über Weitverkehrsverbindungen übertragen werden müssen – ein Anwendungsfall, der durch den Ausbau dezentraler Produktionsmodelle zunehmend an Bedeutung gewinnt.
  • Für den Brückenschlag zwischen bestehenden SDI-Infrastrukturen und modernen IP-Umgebungen ist der Matrox ConvertIP zuständig: Das Gerät ermöglicht Zero-Latency-Bridging zwischen SDI und ST 2110/IPMX-Workflows und erleichtert so die schrittweise Migration ohne vollständigen Infrastrukturtausch.
  • Mit Matrox Vion steht ein Mehrkanaliges 4K-IP-Gateway bereit, das Encoding, Decoding, Transcoding und Cross-Conversion in Live- und Cloud-Produktionsumgebungen vereint. Das Gerät richtet sich an Szenarien, in denen unterschiedliche Formate und Protokolle innerhalb eines Workflows aufeinandertreffen.
  • Der Matrox Avio 2 schließlich ist als IPMX- und NMOS-fähiger IP-KVM-Extender positioniert, der hochauflösende Signalverlängerung über Standardnetzwerke ermöglicht – relevant für verteilte Regie- und Arbeitsplatzkonzepte, bei denen Bediener und Signal physisch getrennt sind.

Ergänzt wird das Portfolio durch Broadcast-Developer-Lösungen: SMPTE-ST-2110-Netzwerkkarten, SDI-Input-/Output-Videokarten sowie hochdichte H.264-Encoder und -Decoder für Entwickler, die eigene Applikationen auf Basis standardisierter Broadcast-Schnittstellen aufbauen.

Offene Standards als Grundprinzip

Ein roter Faden durch das gesamte NAB-Portfolio von Matrox Video ist das Bekenntnis zu offenen, interoperablen Standards. Sämtliche gezeigten Geräte unterstützen IPMX, SMPTE ST 2110 und NMOS – Protokolle, die eine nahtlose Integration in herstellerübergreifende Umgebungen erlauben. Für Broadcaster, die in gemischten Infrastrukturen arbeiten oder schrittweise auf IP migrieren, ist dieser Ansatz ein wesentliches Kaufargument.

Matrox Video ist auf der NAB Show 2026 an Stand N2451 in der North Hall zu finden.

Niklas Eckstein

Niklas Eckstein

Fachjournalist in der Medien- und Broadcast-Branche mit den Schwerpunkten Live-Produktion und Medientechnik. Chefredakteur von mebucom.de.

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