Monitoring, Konfiguration und Diagnostik einer Glasfaser-Transportstrecke laufen künftig über eine einzige Schnittstelle: Mit der VersaFrame VF-9100 rüstet MultiDyne Video & Fiber Optic Systems seine weltweit eingesetzte Transportplattform um eine native RESTful-API auf, über die sich Netzwerkmanagement- und Facility-Control-Systeme direkt anbinden lassen. Auf der IBC2026 (Stand 11.C12, 11. bis 14. September, RAI Amsterdam) zeigt das Unternehmen die Plattform einem internationalen Publikum aus Broadcastern, Produktionsfirmen, Systemintegratoren und AV-Profis.
Eigene Faserpfade statt Multiplexing
Neu ist auch die Kartenfamilie: Neben Video transportiert die VF-9100 künftig Audio, serielle Daten sowie kombinierte Genlock- und Timecode-Signale über eigene Module. Der Unterschied zu früheren, gemultiplexten VersaFrame-Generationen liegt in der Anbindung: Jedes Signal erhält einen eigenen, frei konfigurierbaren Faserpfad, statt mit anderen Signalen zusammengeführt zu werden. Für die Installation heißt das laut MultiDyne weniger Multiplexing-Aufwand und mehr Freiheit bei der Signalführung in Broadcast-, Produktions- und AV-Umgebungen.
„Die VF-9100 ist mehr als ein inkrementelles Update", sagt Jesse Foster, Director of Strategic Accounts and Products bei MultiDyne. „Wir haben die Plattform so modernisiert, dass sie besser zu der Art passt, wie Broadcaster und Produktionsprofis heute ihre Anlagen aufbauen – mit RESTful-API-Integration und neuen modularen Karten für Audio-, Daten- und Timing-Anwendungen. Kunden bekommen eine flexiblere Infrastruktur, die sich leichter ausrollen, verwalten und mit wachsenden Workflows skalieren lässt."
Bis zu 36 Signale über zwei Fasern
Am Signaldurchsatz ändert die VF-9100 nichts: Wie der Vorgänger transportiert sie bis zu 18 Signale über eine einzelne Faser oder 36 Signale in Dual-Fiber-Konfigurationen, kompatibel zu SDI- und IP-Workflows. Verändert hat MultiDyne das Innenleben: eine überarbeitete Hardware-Architektur, mehr Verarbeitungskapazität, verbesserte Kartenführungen für die Wartung im Feld sowie ein leistungsfähigeres internes Netzteil, das Reserven für künftige Modul-Erweiterungen schafft. Neue Rack-Mount-Optionen sollen den Einbau in Ü-Wagen, Flypacks und feste Anlagen erleichtern.
Dass die Plattform gerade in der EMEA-Region auf Resonanz stößt, unterstreicht Sebastian Mucha, Executive Vice President of Sales & Strategy bei MultiDyne: „Die VF-9000-Plattform hat in der EMEA-Region enormen Erfolg, weil Kunden sich bei geschäftskritischem Video-, Audio-, Daten- und Kommunikationstransport auf ihre Flexibilität und Zuverlässigkeit verlassen. Die VF-9100 baut mit einer modernen Architektur auf diesem Fundament auf: Native RESTful-API-Unterstützung, erweiterte Modularität und flexible Per-Fiber-Konnektivität erlauben es Kunden, Abläufe zu automatisieren, das Deployment zu vereinfachen und ihre Anlagen auf die fortschreitende Konvergenz von Broadcast, IP-Medientransport und datenzentrierten Workflows vorzubereiten."
Geht es nach Mucha, so eignet sich die Plattform besonders für Broadcaster, Live-Sportproduzenten, Systemintegratoren, Firmen-Medienabteilungen und Veranstaltungsstätten, die ihre Faserauslastung maximieren und die langfristige Infrastrukturverwaltung vereinfachen wollen. „In der EMEA-Region sehen wir anhaltende Investitionen in verteilte Produktion, Remote-Workflows und nachhaltige Infrastruktur", sagt er. „Die VF-9100 ist eine zukunftsfähige Plattform, die bestehende Investitionen schützt und Kunden einen praktischen Migrationspfad in Richtung der nächsten Produktionsgeneration gibt."