Riedel Communications hat auf der NAB Show 2026 in Las Vegas seine neue Commentary App vorgestellt. Die Lösung richtet sich an Sport- und Live-Produktionen mit ein bis zwei Kommentatoren und ist nativ in das Intercom-System Artist 1024 integriert. Dominik Litfin, Product Manager Panels bei Riedel, führt durch die Funktionen.
Adaptive Bedienoberfläche für Kommentatoren
Die Commentary App lässt sich auf den jeweiligen Anwender zuschneiden. Auf der Panel-Oberfläche stehen unter anderem ein On-Air-Key, eine Mute-Funktion, die Steuerung des Kopfhörermixes inklusive der Auswahl der einzelnen Signale sowie bis zu acht Intercom-Tasten für die Kommunikation mit der Produktion zur Verfügung. Drückt der Kommentator eine Intercom-Taste, wird sein Mikrofon im On-Air-Pfad automatisch stummgeschaltet, sodass Talkback-Inhalte nicht auf Sendung gehen können. Ein Info-Display kann Grafiken, Labels, Uhren oder Timer anzeigen.
Engineers können einzelne UI-Elemente, die für den jeweiligen Einsatz nicht relevant sind, gezielt ausblenden. „Das macht ihr Leben einfacher und schafft Fokus, damit sie sich auf ihren Job konzentrieren können", so Litfin.
Standalone oder im Riedel-Ökosystem
Während die App nativ mit der Artist 1024 zusammenarbeitet, lässt sie sich auch im Standalone-Modus betreiben – ein Schritt, mit dem Riedel die Commentary App auch für Kunden außerhalb des eigenen Ökosystems öffnet.
Web-UI für Remote-Support
Komplett ferngesteuert wird das Panel über eine Web-UI im Backend. Sie zeigt eine Live-Repräsentation dessen, was der Kommentator auf dem Panel sieht, und erlaubt einer Remote-Support-Person, sämtliche Funktionen aus der Distanz zu bedienen. Über die Web-Oberfläche lassen sich Audio-I/O-Einstellungen wie Gain, DSP-Funktionen (Kompressor, Limiter, Bandpass) sowie Phantomspeisung für Mikrofone konfigurieren.
I/O-Matrix mit Redundanz und Headphone-Mix als Input
Eine integrierte I/O-Matrix gibt einen Überblick über alle Ein- und Ausgänge des Panels. Damit lassen sich Redundanzen für das On-Air-Signal aufbauen – etwa parallel an ein Mischpult, an die Artist-Intercom-Matrix oder analog auf einen Codec. Ein zusätzliches Detail: Der Kopfhörermix der Kommentatoren liegt als Eingang in der Matrix an. Remote-Support-Mitarbeiter können damit exakt mithören, was der Kommentator gerade auf den Ohren hat – und im Problemfall direkt aus dem Backend Hilfestellung leisten.