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Neumann bringt KK 104 A und KK 105 A für Sennheiser

Neumann erweitert sein Wireless-Portfolio um die Kondensator-Kapselköpfe KK 104 A und KK 105 A. Sie passen auf aktuelle Sennheiser-Handsender bis hin zu Spectera und unterscheiden sich vor allem in der Richtcharakteristik.

Neumann KK 104 A und KK 105 A
Neumann bringt mit KK 104 A und KK 105 A zwei neue Kondensator-Kapselköpfe für aktuelle Sennheiser-Funkstrecken. ©Sennheiser
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Die Neumann KK 104 A und KK 105 A bringen die Kondensatortechnik der KMS-Bühnenmikrofone auf aktuelle Sennheiser-Funkstrecken. Vorgesehen sind die beiden Kapselköpfe für Handsender der Systeme Spectera, EW-D, EW-DX sowie Digital 6000 und Digital 9000. Die Auslieferung soll Ende September 2026 beginnen.

Technisch knüpft die A-Serie an die KK 204 und KK 205 an, wurde nach Angaben von Neumann aber unter anderem bei der Unterdrückung von Handgeräuschen überarbeitet. Beide neuen Modelle arbeiten als Echtkondensator-Kapseln und verfügen über einen integrierten Popschutz sowie eine Stoßdämpfung. Hinzu kommt eine feste Bassabsenkung, die den Nahbesprechungseffekt bei geringem Lippenabstand kompensieren soll.

„Mit dem KK 104 A und dem KK 105 A haben wir dieses Konzept noch weiter vorangetrieben. Diese neuen Kapselköpfe sind für zeitgemäße Drahtlos-Workflows optimiert und bewahren gleichzeitig den unverwechselbaren Neumann-Charakter“, sagt Stephan Mauer, Director Product Management bei Neumann.

Niere beim KK 104 A, Superniere beim KK 105 A

Der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Modellen steckt in der Richtcharakteristik. Der KK 104 A arbeitet mit Niere. Neumann zielt damit auf Anwendungen, bei denen sich Rückkopplungssicherheit und etwas mehr Bewegungsfreiheit vor der Kapsel verbinden sollen.

Beim KK 105 A setzt der Hersteller dagegen auf eine Superniere. Die engere Richtwirkung soll seitlich einfallenden Schall stärker ausblenden und eignet sich damit vor allem für Situationen, in denen auf der Bühne eine stärkere akustische Trennung gefragt ist.

„Bei der Wahl zwischen dem KK 104 A und dem KK 105 A geht es darum, das Mikrofon auf den Künstler und die Bühne abzustimmen“, sagt Jorma Marquardt, Product Manager für Recording & Audio Production bei Neumann. Beide Varianten sollen dabei auch bei hohen Schalldruckpegeln arbeiten können und eine gleichmäßige Richtcharakteristik über den Frequenzbereich bieten.

Der Mikrofonkorb besteht aus gehärtetem Stahl und enthält einen integrierten Popschirm. Er schützt die Kapsel vor Feuchtigkeit und soll Plosiv- sowie Zischlaute reduzieren. Für Reinigung und Wartung lässt sich der Aufbau entsprechend der bisherigen Bühnenkapseln handhaben. Angeboten werden KK 104 A und KK 105 A jeweils in Nickel matt und Schwarz.

Für Spectera SKM und etablierte Sennheiser-Systeme

Mit Spectera bekommt die neue Kapselgeneration einen zusätzlichen Einsatzbereich neben den bestehenden Sennheiser-Drahtlossystemen. Neumann stellte KK 104 A und KK 105 A auf der IBC 2026 gemeinsam mit dem Spectera SKM Handsender vor. Die Kapseln nutzen dabei die Sennheiser-Schnittstelle für austauschbare Mikrofonköpfe.

Für Neumann ist Spectera allerdings nur ein Teil des Einsatzspektrums. Wer bereits mit EW-D, EW-DX, Digital 6000 oder Digital 9000 arbeitet, kann die neuen Köpfe ebenfalls mit den entsprechenden Handsendern kombinieren. Damit ersetzt die A-Serie die etablierten Modelle nicht durch ein ausschließlich auf die neue Plattform zugeschnittenes Produkt, sondern erweitert die Auswahl für mehrere aktuelle Sennheiser-Systeme.

Die ersten KK 104 A und KK 105 A sollen Ende September 2026 ausgeliefert werden.

Niklas Eckstein

Niklas Eckstein

Fachjournalist in der Medien- und Broadcast-Branche mit den Schwerpunkten Live-Produktion und Medientechnik. Chefredakteur von mebucom.de.

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