Broadcast Solutions übernimmt die BFE Studio und Medien Systeme GmbH aus Mainz. Damit integriert der Binger Systemintegrator einen Wettbewerber, der sich in den vergangenen Jahren zunehmend komplementär aufgestellt hat. BFE bleibt als eigenständige Marke erhalten und wird von den bisherigen Geschäftsführern Martin Dempf und Sven Hesselbach weitergeführt. Peter Dinkel und Doris Hartl leiten den Wiener Standort.
Zwei Systemintegratoren, kaum noch Überschneidung
Broadcast Solutions ist vor allem für den Bau von Übertragungswagen, IP-basierte Produktionsumgebungen und internationale Großprojekte bekannt – zuletzt etwa mit der Lieferung von acht UHD-Ü-Wagen an den türkischen Sender TRT. BFE bringt über 45 Jahre Erfahrung in Studiotechnik, Medien-IT, Kontrollraumsystemen und kundenspezifischer Hard- und Softwareentwicklung mit. Zu den Referenzkunden gehören ProSiebenSat.1, der Bayerische Rundfunk, die Deutsche Welle und SRG SSR. Dazu kommt die eigene KSC-Produktlinie mit den Steuerungs- und Managementlösungen KSC Core und KSC Horizon.
Stefan Breder, Co-CEO von Broadcast Solutions, erläutert: „Beide Unternehmen haben sich in den zurückliegenden Jahren mit ihrem Leistungsportfolio nur noch geringfügig überschnitten und ergänzen sich heute technologisch in idealer Weise."
Erst 2023 per Management-Buy-out übernommen
Für BFE ist es der zweite Eigentümerwechsel in kurzer Zeit. Im September 2023 hatten Martin Dempf und Sven Hesselbach das Unternehmen per Management-Buy-out von der Erbengemeinschaft des 2018 verstorbenen Gründers Wolfgang Preuß übernommen. Nun wird BFE Teil der Broadcast Solutions Gruppe.
Dempf kommentiert: „Broadcast Solutions ist für die BFE der richtige Partner, um unsere Entwicklung langfristig fortzuführen. Die Zugehörigkeit zu einer international erfolgreichen Unternehmensgruppe eröffnet uns zusätzliche technologische und internationale Perspektiven. Gleichzeitig bleiben unsere Marke, unsere Unternehmenskultur und die Nähe zu unseren Kunden erhalten."
Für Kunden und Partner sollen sich weder Ansprechpartner noch laufende Projekte oder Serviceleistungen ändern.