Frauen-Fußball WM 2023 bei ARD und ZDF

Die FIFA und die Europäische Rundfunkunion (EBU) haben den bestehenden Medienrechtsvertrag verlängert, womit die anstehende FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Australien & Neuseeland 2023 im frei empfangbaren linearen TV-Netz in 34 europäischen Gebieten zu sehen sein wird. Hierzulande übertragen ARD und ZDF alle Spiele.

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Der Vertrag enthält auch weitreichende Zusicherungen für die regelmässige Ausstrahlung von Frauenfussballinhalten über das Turnier hinaus. Der Grundsatzvereinbarung gingen erste Gespräche letzten Monat am FIFA-Sitz in Zürich voraus, die zwischen FIFA-Präsident Gianni Infantino, FIFA-Handelsdirektor Romy Gai und EBU-Vertretern unter der Leitung von Generaldirektor Noel Curran geführt wurden. Die Rechte gelten für die Übertragung im Fernsehen, auf digitalen Kanälen sowie im Radio. Kraft des neuen Vertrags wird die EBU zudem mehr Frauenfussball denn je übertragen und so die weitere Förderung des Sports vorantreiben.

Im Oktober 2022 verkündeten die beiden Parteien einen ersten Vertragsabschluss, der die frei empfangbare TV-Übertragung in 28 europäischen Gebieten bestätigte. Dank dem überarbeiteten Vertrag sind neben der Ukraine nun auch grosse europäische Märkte abgedeckt.

„Die FIFA freut sich über die Erweiterung des Vertrags mit der Europäischen Rundfunkunion, womit die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft nun auch in den fünf grössten Märkten ihres Netzwerks – Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Italien und Spanien – sowie in der Ukraine übertragen wird und das Turnier grösstmögliche Präsenz erhält“, betonte FIFA-Präsident Infantino. „Im Rahmen der Vereinbarung verpflichtet sich die EBU, auf ihrer eigenen digitalen Plattform und in ihrem Sendernetz auf mindestens eine Stunde Frauenfussballinhalte pro Woche hinzuarbeiten. Dies sichert dem Frauenfussball enorme zusätzliche Werbemöglichkeiten und mehr Präsenz, was seinen geschäftlichen Wert weiter steigern sollte. Dies ist eines unserer Hauptziele bei der langfristigen Förderung des Frauenfussballs.“

EBU-Generaldirektor Curran sagte: „Wir freuen uns über die Fortsetzung der langjährigen und erfolgreichen Zusammenarbeit mit der FIFA zur Sicherung der Rechte im Auftrag der grössten öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten in Europa. Die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft ist sportlich eine der attraktivsten und am stärksten boomenden Veranstaltungen. Gemeinsam mit der FIFA wollen wir daher dafür sorgen, dass so viele Menschen wie möglich auf dem Kontinent in den Genuss von Frauenfussball kommen. Der Frauenfussball ist ein Eckpfeiler unserer inhaltlichen Strategie sowie der neuen digitalen Plattform, die wir hoffentlich im nächsten Jahr lancieren werden.“

Die EBU-Mitglieder, darunter ARD/ZDF (Deutschland), BBC/ITV (Grossbritannien), France Télévisions (Frankreich), RAI (Italien) und RTVE (Spanien), haben sich ausserdem verpflichtet, das Turnier gemäss der langfristigen Strategie der EBU zur Förderung des Frauenfussballs in Europa und darüber hinaus auf ihren Kanälen zu vermarkten. In der Ukraine wird das Turnier auf den Sendern des EBU-Mitglieds UAPBC ausgestrahlt.

Mit der neuen Vereinbarung wird die erfolgreiche Partnerschaft fortgesetzt, die die FIFA und die EBU für die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Frankreich 2019 besiegelten. Damals verzeichneten die EBU-Mitglieder Zuschauerrekorde, während der Frauensport mit der Turnierberichterstattung gleichzeitig einen Wendepunkt erlebte.

Die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft wird dieses Jahr mit Australien und Neuseeland erstmals in der südlichen Hemisphäre sowie in der Asien-Pazifik-Region ausgetragen. 32 Teams – acht mehr als 2019 – sind am Start. Ab Donnerstag, 20. Juli 2023, stehen 64 Spiele auf dem Programm. Höhepunkt ist das Finale am Sonntag, 20. August 2023, im Australia-Stadion in Sydney/Gadigal.

Liste der Gebiete, in denen die EBU-Mitglieder die FIFA Frauen-Weltmeisterschaft Australien & Neuseeland 2023 übertragen werden: Albanien, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Estland, Frankreich, Georgien, Grossbritannien, Island, Italien, Kosovo, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Moldawien, Montenegro, Nordmazedonien, Österreich, Republik Irland, Rumänien, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Ukraine, Ungarn und Zypern.

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