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Gruner +Jahr verwirklicht neue Digitalstrategie

Verlagshaus Gruner +Jahr will sich vom Papier befreien und zu einem Haus der Inhalte werden. Dies bedeute aber nicht, dass Printtitel eingestellt werden, wie das Hamburger Abendblatt am 12. April meldete.

Gruner +Jahr verwirklicht neue Digitalstrategie
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In der neuen Digitalstrategie von G+J sollen die Printausgaben in Zukunft nicht mehr das alleinige Maß der Dinge sein. Inhalte sollen möglichst auf verschiedenen Kanälen verbreitet werden. Derzeit strukturiert der Verlag die Redaktionen zu „Communities of Interest“ um wie beispielsweise „Food“, „Lifestyle“ oder „News“. Im Bewegtbild-Segment wird G+J noch im April fünf  Formate im Bereich „Food“ starten. Diese sollen über Werbeinnahmen finanziert werden. Als Partner seien Grillfabrikant Weber und Dr. Oetker mit dabei, die aber keinen redaktionellen Einfluss erhielten.

Zum Planziel der neuen Digitalstrategie gehöre laut Hamburger Abendblatt auch jeden Monat eine neue App heraus zu bringen oder zu aktualisieren. Diese Angebote werden kostenfrei auf den Markt gebracht und sollen der Steigerung der Reichweite dienen. Ausgebaut werden sollen zudem die E-Magazine. Beispielsweise „Geo Special“ habe sich in Apples digitaler Zeitungskiosk-App sehr erfolgreich geschlagen.

Zu der Strategie passt auch, dass Gruner + Jahr sein Druckgeschäft in den USA, die Brown Printing Company (BPC), an Quad/Graphics, Inc. (QG) verkauft hat. Wie das Verlagshaus am 7. April meldete, beinhaltet der Verkauf die Übernahme der drei Druckereien in Waseca, Woodstock und East-Greenville inklusive der Mitarbeiter und Verpflichtungen, die zu BPC gehören. BPC ist Teil der G+J Printing and Publishing Co. und das letzte operative G+J-Geschäft in den USA, nachdem das US-Magazingeschäft bereits in 2005 veräußert wurde. Der Verkauf erfolgte vor dem Hintergrund der strategischen Transformation von G+J vom klassischen Zeitschriften- zum kreativen Inhaltehaus.  (4/14)

Eckhard Eckstein

Eckhard Eckstein

Erfahrener Fachjournalist und langjähriger Chefredakteur der Zeitschrift MEDIEN BULLETIN. Themenschwerpunkte sind Medienpolitik und Rundfunktechnologie.

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