Das ARD-Hauptstadtstudio in Berlin stellt seine Nachrichtenproduktion auf eine softwaredefinierte Plattform von EVS um. Im Zentrum der neuen Produktionsumgebung steht VIA MAP, die Media Asset Platform des Herstellers. Sie ist Teil der MediaCeption-Lösung und soll Workflows von Ingest und Editing über Media Management bis zu Playout und Distribution zusammenführen.
Auslöser für die Erneuerung ist das bevorstehende End-of-Life des bisherigen hardwarebasierten TV-Produktionssystems. Statt dieses durch eine vergleichbare, primär auf lineares Fernsehen ausgerichtete Infrastruktur zu ersetzen, setzt das Hauptstadtstudio jetzt auf eine Umgebung für crossmediale Produktion. Journalisten und Produktionsteams sollen darin Material für Fernsehen, Web und Social Media erfassen, bearbeiten, verwalten und ausspielen können.
VIA MAP verbindet Editing, Ingest und Playout
Für den Schnitt bindet EVS Adobe Premiere Pro bidirektional an VIA MAP an. Editoren können damit in Premiere arbeiten und gleichzeitig auf die innerhalb der Plattform verwalteten Medien und Workflows zugreifen.
Für Ingest und Playout setzt das Hauptstadtstudio auf XS-VIA-Server. Als Nearline-Speicher kommt XStore zum Einsatz. Zusammen mit VIA MAP bilden diese Komponenten die MediaCeption-Umgebung für die neue Produktion.
Dabei entsteht kein vollständig isoliertes EVS-System. VIA MAP soll mit der bereits vorhandenen Technik des Hauptstadtstudios zusammenspielen. EVS nennt ausdrücklich die Integration mit NRCS, Craft Editing und Automation. Über offene APIs sollen sich weitere Werkzeuge und Systeme anbinden lassen.
EVS stellt darüber hinaus schnellere Produktionsabläufe, eine bessere Zusammenarbeit zwischen Teams und KI-gestützte Produktionswerkzeuge in Aussicht.
„Dieses Projekt zeigt, wie VIA MAP die in der Live-Produktion geforderte Zuverlässigkeit mit der Flexibilität verbindet, die heutige crossmediale Newsrooms benötigen, um Inhalte über lineare, digitale und soziale Kanäle auszuspielen“, sagt Serge Van Herck, CEO von EVS.