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Höchstmaß an Emotionen

Zum Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika hat Vermarkter IP Deutschland eine vom Institut Sport+Markt durchgeführte qualitative Studie zur Bedeutung von Sport im Fernsehen veröffentlicht.

Höchstmaß an Emotionen
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Die Studie gibt Antwort auf folgende Fragen: Warum sehen Zuschauer gern Sport im Fernsehen? Welche Erwartungen haben sie an die TV-Berichterstattung? Was macht die Faszination von Public Viewing aus?
In Gruppendiskussionen und Tiefeninterviews wurden 38 sportinteressierte Zuschauer (60 % Männer, 40 % Frauen von 18 bis 54 Jahren), die regelmäßig Sport sehen, befragt.

Hinter der Begeisterung für die Sportberichterstattung im Fernsehen stehen demnach fünf Grundmotive: "Leistungsmotiv" ist das Bedürfnis, sich mit anderen zu messen, "Gruppenzugehörigkeit" und "Emotionalität" zu erleben. Die Zuschauer empfinden eine
"Identifikation" mit einem Sportler, Verein oder einer Nation. Wer sich als Experte beweisen kann, erfährt eine "Selbstwertstützung".

Das Fernsehen spielt laut IP-Studie im Konzert der Medien die größte Rolle. Nur ein audiovisuelles Medium kann die Dynamik eines Sportereignisses adäquat darstellen, heißt es da. Live-Übertragungen mit Zuschauern vor Ort und einer emotionalen Kommentierung würden für Nähe zum Event sorgen und dadurch ein Höchstmaß an Emotionen wecken.
Je nach Sportart würden Zuschauer das TV- dem Live-Erlebnis sogar vorziehen, weil sie durch die Kameraperspektive näher am eigentlichen Geschehen seien.

Der Sportzuschauer schaut (Live-)Sport hoch konzentriert, er möchte informiert und mitgerissen werden. Da er gezielt einschaltet, ist er bereits positiv angespannt - eine Anspannung, die sich je nach Sportereignis schnell steigert. Auch Moderatoren und
Kommentatoren prägen das Erleben der Sportübertragung: Der Expertenkommentar ist die Brücke zwischen dem Gesehenen und seiner Deutung, er trägt erheblich zum Spannungsaufbau bei.

Weitere Informationen zur Studie unter www.ip-deutschland.de. (06/10)

Eckhard Eckstein

Eckhard Eckstein

Erfahrener Fachjournalist und langjähriger Chefredakteur der Zeitschrift MEDIEN BULLETIN. Themenschwerpunkte sind Medienpolitik und Rundfunktechnologie.

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