Das Unternehmen stockte seine Anteile an dem österreichischen Mobilfunkanbieter nach eigenen Angaben vom 14. Juli von 26,8 auf 50,8 Prozent auf. Slims Unternehmen dominiere den Mobilfunkmarkt in Lateinamerika, konzentriere sich derzeit aber auf Geschäfte in Europa, heißt es in einem Beitrag des Berliner Tagesspiegel. „Telekom Austria wollen die Mexikaner künftig als Plattform für weitere Zukäufe in Osteuropa nutzen.“
Die Europa-Strategie hat offenbar auch einen Hintergrund, der auf dem mexikanischen Heimatmarkt des Unternehmens fußt, wo América Móvil den Telekommunikationsmarkt sowohl im Fest- als auch im Mobilfunknetz beherrscht. Zum Konzern gehören das Festnetz-Unternehmen Telmex mit einem Marktanteil von 80 Prozent sowie der Mobilfunkanbieter Telcel mit einem Marktanteil von 70 Prozent. In Mexiko zählt laut Tagesspiegel América Móvil knapp 74 Millionen Mobilfunkkunden. Neben dem österreichischen Konzern ist Slim auch an der niederländischen KPB beteiligt. Das mexikanische Abgeordnetenhaus hatte kürzlich eine weitreichende Reform des Telekommunikationsmarktes beschlossen, mit der die Macht von Telefon- und Fernsehkonzernen beschnitten werden soll. Dies zwingt América Móvil auf seinem Heimatmarkt in Mexiko seine Marktanteile auf unter 50 Prozent herunter zu fahren, ansonsten drohen dem Konzern Strafen. (7/14)