Dyn und Ströer verlängern die Verwertungskette für Handball-Content bis in Bahnhöfe und Flughäfen. Seit Beginn der Saison 2026/27 laufen kurze Highlight-Clips aus der Opel Handball-Bundesliga auf digitalen Ströer-Screens im öffentlichen Raum. Welche Szenen und Ergebnisse zu sehen sind, richtet sich nach dem Standort: ausgespielt werden Inhalte von Clubs aus der jeweiligen Region.
Damit setzt Dyn nicht einfach einen weiteren Bildschirm auf die Distributionsliste. Die Clips sollen dort auftauchen, wo das Publikum gerade nicht aktiv nach Handball sucht. Das Prinzip erinnert an die Strategie von quattro media, Sport-Content parallel über TV, OTT, Social Media und Out-of-Home-Flächen zu verteilen. Bei der Challenge Roth gehörten auch Ströer-Screens zur Ausspielung; insgesamt meldete quattro media für die Berichterstattung mehr als 350 Millionen erreichte Menschen über alle Kanäle hinweg.
Dyn Content Desk steuert regionale Ausspielung
Bei Dyn läuft die Distribution über Cloud-Lösungen, KI-basierte Tools und den eigenen Dyn Content Desk. Produktion, Verarbeitung und Distribution der Highlight-Clips werden darüber miteinander verbunden. Ein automatisiertes zeitliches Targeting begrenzt zudem, wie lange die Szenen eines Clubs nach dem jeweiligen Spiel auf den Screens erscheinen.
Für Dyn ist das ein weiterer Ausspielweg außerhalb der eigenen Plattform. Schon mit dem FAST-Channel Dyn Sport Mix hatte das Unternehmen begonnen, Highlight-Sendungen und ausgewählte Live-Inhalte frei verfügbar auf zusätzliche Plattformen zu bringen. Bei Ströer wird daraus nun ein deutlich kürzerer Kontakt: Ergebnis, Spielszenen, nächster Bildschirm.
Die regionale Steuerung ist dabei auch für die Vermarktung gedacht. Sport-Content soll sich je nach Kampagne regional, national oder anlassbezogen mit Werbeplatzierungen kombinieren lassen. Später könnten weitere Content-Formate, Live-Daten und zusätzliche Partnerintegrationen hinzukommen.
„Gemeinsam mit Ströer schaffen wir ein neues Modell für die Distribution von Sport-Content: tagesaktuell, regional relevant und deutschlandweit skalierbar“, sagt Max Ehrhardt, Chief Revenue & Marketing Officer bei Dyn. Der Dyn Content Desk verbinde dabei die automatisierte Ausspielung über Regionen und Spieltage mit zusätzlicher Sichtbarkeit für den Sport und neuen Möglichkeiten für Marken und Partner.
Ströer verbindet Screens mit Online-Reichweite
Ströer betrachtet die Kooperation nicht nur als Digital-Out-of-Home-Produkt. Michael Noth, CEO Ströer Media Solutions, verweist zusätzlich auf die Sport-Publisher des Vermarkters im Open Web. „Durch die automatisierte Ausspielung kann das Format über die gesamte Saison hinweg skalieren“, sagt Noth. Rund um die Sport-Highlights entstehe ein Werbeumfeld, das mit Angeboten unter anderem von Sport1, transfermarkt und Kicktipp kombiniert werden könne.
Damit wird aus dem kurzen Handball-Clip am Bahnhof auch ein Vermarktungsbaustein. Wie viele Kontakte die neue Ausspielung tatsächlich erzeugt, wird vor allem daran hängen, wie oft und an welchen Standorten die Clips über die Saison auf den Screens landen.