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Tata Communications plant Glasfasernetz für Indiens KI-Hubs

Mit 10.000 Kilometern neuer Glasfaser will Tata Communications indische Rechenzentren verbinden. Der Ausbau beginnt zwischen Mumbai und Chennai und soll die Standorte zugleich international anbinden.

Glasfaser Symbolbild
Tata Communications plant rund 10.000 Kilometer neue Glasfaserverbindungen zwischen indischen Rechenzentrums- und KI-Standorten. Photo by Kirill Sh / Unsplash

Tata Communications plant, 400 bis 450 Millionen US-Dollar in neue Glasfaser-Fernverbindungen in Indien zu investieren. Das rund 10.000 Kilometer lange Netz soll wichtige Rechenzentrums- und KI-Standorte miteinander verknüpfen und in den globalen Backbone des Unternehmens eingebunden werden. Unter der Bezeichnung „AI Super Highway“ richtet sich das Vorhaben an Hyperscaler, spezialisierte Cloud-Anbieter und Unternehmen, die ihre KI-Infrastruktur in Indien ausbauen.

Dabei setzt Tata Communications auf hohe Übertragungskapazität, niedrige Latenzen und Ausfallsicherheit für KI-Workloads. Rupesh Chokshi, Chief Product and Technology Officer sowie Leiter des Geschäftsbereichs Network Services, sagt: „Die KI-Wirtschaft braucht mehr als Rechenleistung. Sie braucht ein Netzwerk, das auf Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Ausfallsicherheit ausgelegt ist.“

Ausbau von Mumbai bis zur internationalen Anbindung

Das Programm ist in drei Phasen gegliedert. Zunächst konzentriert sich Tata Communications auf den Korridor Mumbai–Pune–Hyderabad–Chennai. Anschließend sollen weitere Rechenzentrumsstandorte an der Ostküste und in Westindien angeschlossen werden, darunter Vizag, Bhubaneswar, Jamnagar und GIFT City.

Über internationale Kabelanlandestationen sollen die indischen Rechenzentrumscluster Zugang zu anderen KI-Hubs weltweit erhalten. Der Ausbau verknüpft damit die Verbindungen innerhalb Indiens mit dem internationalen Netz von Tata Communications; auch Kunden außerhalb des Landes sollen darüber auf das indische KI- und Cloud-Ökosystem zugreifen können.

Parallel erweitert das Unternehmen seine Unterseekabelanbindungen. Im Juni 2026 hatte Tata Communications Pläne für ein neues Kabelsystem zwischen Mumbai und Singapur vorgestellt und sich als Konsortialmitglied an einem weiteren System zwischen Chennai und Singapur beteiligt. Für die Verbindung ab Chennai ist die Betriebsbereitschaft im vierten Quartal 2029 vorgesehen.

Rechenzentrumsverbindungen als Wachstumsmarkt

Mit der Investition setzt Tata Communications auf einen wachsenden Markt für Verbindungen zwischen Rechenzentren. Als Treiber nennt das Unternehmen die zunehmende Cloud-Nutzung, den Einsatz von KI und Anforderungen an die lokale Datenspeicherung. Parallel zu den neuen Glasfaserstrecken erweitert Tata Communications seine bestehenden überregionalen und städtischen Telekommunikationsnetze, um den wachsenden Verbindungsbedarf von Unternehmen und Rechenzentren zu decken.

Ganesh Lakshminarayanan, Managing Director und CEO von Tata Communications, sieht bei der Rechenzentrumskonnektivität in Indien mittelfristig ein Marktpotenzial von mehr als einer Milliarde US-Dollar. Der Ausbau soll sich dabei zunehmend auf bereits vereinbarte Nachfrage stützen: „Ein wachsender Anteil der Expansion wird durch langfristige Kundenverpflichtungen und vertraglich vereinbarte Nachfrage getragen. Das schafft eine solide Grundlage für nachhaltiges Wachstum, einen effizienten Kapitaleinsatz und Wertschöpfung auf lange Sicht.“

Niklas Eckstein

Niklas Eckstein

Fachjournalist in der Medien- und Broadcast-Branche mit den Schwerpunkten Live-Produktion und Medientechnik. Chefredakteur von mebucom.de.

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