Die analoge Mittelwelle, die in Bezug auf die Tonqualität nicht mehr zeitgemäß ist, wurde im Laufe der Jahre von immer weniger Hörern genutzt. „Statt in Zeiten knapper werdender Mittel weiter Geld in eine teure veraltete Technologie zu stecken, setzt der SWR für die Zukunft auf den digitalen Hörfunk“, sagt Joachim Bareiß (Foto), Leiter der SWR-Programmverbreitung. „Wir schalten deshalb von der Mittelwelle um zu Digitalradio – einer modernen, terrestrischen Übertragung von Hörfunkinhalten, die neben einer deutlich besseren Tonqualität viele multimediale Zusatzfunktionen wie Nachrichtenschlagzeilen in Textform oder Wetter- und Stauinformationen bietet.“
Der Ausstieg aus der Mittelwelle ist für den SWR, nach Angaben des Senders, eine Entscheidung im Sinne der Wirtschaftlichkeit und damit der Gebührenzahler. Die Abschaltung der sechs noch bestehenden Mittelwellensender führe ab 2012 zu erheblichen Einsparungen, heißt es. (11/11)
SWR setzt auf Digitalradio und stellt Mittelwelle ein
Die Mittelwelle geht, das Digitalradio kommt. Ab Anfang Januar 2012 schaltet der Südwestrundfunk (SWR) seine Mittelwellensender ab und verbreitet seine SWR-Radioprogramme digital. Zugleich startet in DAB das neue Informationsradio „SWR Info“.
Eckhard Eckstein
Erfahrener Fachjournalist und langjähriger Chefredakteur der Zeitschrift MEDIEN BULLETIN. Themenschwerpunkte sind Medienpolitik und Rundfunktechnologie.
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