Alexander Zverevs Sieg bei den French Open 2026 ist nicht nur ein sporthistorisches Ereignis – 30 Jahre nach Boris Becker gewinnt wieder ein Deutscher ein Grand-Slam-Turnier im Herren-Einzel –, sondern auch ein Rekordtag für Warner Bros. Discovery in Deutschland.
Höchste Quoten der Eurosport-Sendergeschichte
Das über vierstündige Finale zwischen Zverev und Flavio Cobolli sahen am Sonntag im Schnitt 2,087 Millionen Zuschauer im Free-TV auf Eurosport 1. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil bei 17,7 Prozent, beim Gesamtpublikum bei 14,2 Prozent. Kurz vor Matchende erreichte die Übertragung einen Spitzenwert von 2,8 Millionen Zuschauern. Zwischen 15:30 und 20:00 Uhr war Eurosport der meistgesehene TV-Sender in Deutschland.
Der Tagesmarktanteil von 6,9 Prozent in der Zielgruppe 14–49 ist der höchste in der deutschen Eurosport-Geschichte. Die bisherige Bestmarke stammte vom 20. Juli 1997, als Jan Ullrich bei der Tour de France das Gelbe Trikot verteidigte und Eurosport auf 5,2 Prozent kam. Nach fast 30 Jahren ist dieser Rekord jetzt gebrochen.
Becker würdigt Nachfolger
Boris Becker, der als Eurosport-Experte und Co-Kommentator das Finale begleitete, würdigte seinen ehemaligen Davis-Cup-Schützling: „Wenn es ein Spieler oben in der Weltrangliste verdient hat nach all den Jahren harter Arbeit, der Verzweiflung, der Enttäuschung – dann er. Und das mit seiner Diabetes-Erkrankung, das geht eigentlich nicht. Das ist unglaublich."
Becker erinnerte auch an Zverevs schwere Knöchelverletzung im Halbfinale gegen Rafael Nadal 2022 und das verlorene Finale gegen Carlos Alcaraz 2024: „Er war kurz davor, Sportinvalide zu sein. Dass er heute gewonnen hat, gönne ich ihm von ganzem Herzen."
Eurosport als Tennis-Plattform bestätigt
Jochen Gundel, Director Sports GSA bei Warner Bros. Discovery, ordnet die Zahlen ein: „Die enorme Resonanz – ob im Streaming bei HBO Max und discovery+ oder im TV bei Eurosport – zeigt eindrucksvoll, wie sehr diese einzigartigen Sportmomente die Menschen bewegen. Es unterstreicht einmal mehr die Rolle von Eurosport als erste Adresse für Tennis in Deutschland."