Wie bereitet man junge Menschen optimal auf eine digital geprägte Welt vor? Diese Frage stand im Zentrum des Besuchs von Staatssekretär Dr. Bernd Uwe Althaus (Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur) bei der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) und dem Thüringer Medienbildungszentrum (TMBZ). Gemeinsam mit TLM-Direktor Jochen Fasco diskutierte er aktuelle Herausforderungen und mögliche Antworten darauf.
Medienbildung, Jugendmedienschutz & Diskriminierungsfreiheit
Besondere Aufmerksamkeit galt den Themen Medienbildung, Jugendmedienschutz sowie Diskriminierungsfreiheit in einer immer stärker von globalen Plattformen und Algorithmen geprägten Medienwelt. In diesem Zusammenhang betonten beide Seiten die große Verantwortung, die Schulen – neben den Eltern – bei der Vorbereitung von Kindern und Jugendlichen auf digitale Medien tragen. Die bereits bestehende enge Zusammenarbeit zwischen dem Bildungsministerium und der TLM soll daher in Zukunft weiter ausgebaut werden.
Strategische Medienbildung Thüringen
Ein zentrales Projekt ist dabei die Fachstelle Strategische Medienbildung Thüringen, die am 19. Februar 2025 unter dem Motto „Vernetzen.Gestalten.Verändern.“ ihre Arbeit aufgenommen hat. Getragen wird sie gemeinsam von der Thüringer Staatskanzlei (TSK), dem Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (TMBWK), dem Thüringer Ministerium für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie (TMSGAF) sowie der TLM. Die Fachstelle steht für eine intensive Vernetzung und Begleitung von Schulen, Lehrkräften und Eltern bei der Vermittlung digitaler Kompetenzen – von der frühkindlichen Erziehung bis in die Sekundarstufe.
Bewährt in der Praxis: „Schüler-Eltern-Medientage“
Medienpädagogische Fachkräfte des TMBZ berichteten Staatssekretär Althaus von praktischen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften und Eltern. Insbesondere gemeinschaftliche Fortbildungen sowie die „Schüler-Eltern-Medientage“ zur Sensibilisierung für den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien haben sich in der Praxis bewährt.
Laut Althaus ist das Schulfach „Medienbildung und Informatik“ ein wichtiger Schritt, um den wachsenden Anforderungen einer digitalisierten Gesellschaft gerecht zu werden. „Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Bildungsministerium und der TLM ist für die Unterstützung der Medienbildungsarbeit in unseren Schulen von großer Bedeutung“, betonte er.
Kompetenzen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz
Mit Blick auf die geplante Digitalisierungsinitiative der neuen Thüringer Landesregierung insbesondere im Bereich Bildung herrschte Konsens darüber, dass moderne Technologien verstärkt in Lehrpläne und den Unterricht integriert werden müssen. Dabei stehen die Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz, der Schutz vor Desinformation sowie der Umgang mit Hass und Hetze im Internet ganz oben auf der Agenda. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen auch in den Rahmenplan „Medienkompetenzen in einer Kultur der Digitalität“ einfließen und so die Basis für eine zukunftsorientierte, nachhaltige Medienbildung in Thüringen legen.