Wieder etwas Neues aus der ARRI-Lichtabteilung: Mit der Omnibar steigt der Münchner Hersteller in ein Segment ein, das bislang von Astera, Quasar und Aputure dominiert wird – akkubetriebene LED-Bars mit Pixelsteuerung. ARRI bringt dabei seine Vollspektrum-Farbwiedergabe mit CRI 98 mit, dazu IP65-Wetterschutz und ein magnetisches Optiksystem. Und das Ganze in einem Format, das man ohne großen Aufwand per Magnet an eine Traverse klickt.
Vom Creator Set bis zum Spielfilm
Die Omnibar gibt es als Omnibar 2 (zwei Fuß) und Omnibar 4 (vier Fuß), jeweils in schwarzem oder blau-silbernem Gehäuse. ARRI denkt das System bewusst skalierbar: Ein einzelner Bar im Creator Set reicht für den YouTube-Dreh, auf einem Spielfilm kommen dutzende zum Einsatz. Per Daisy-Chain lassen sich bis zu zwölf Fuß in einer Kette verbinden, der Omnibase-Hub liefert dabei zentral Strom und Daten. Insgesamt sind bis zu 24 Fuß über mehrere Ketten möglich.
32 Pixelzonen und drei austauschbare Optiken
Was die Omnibar von einer reinen Ausleuchtungsleuchte unterscheidet, sind die 32 Pixelzonen in der Omnibar 4 (16 in der Omnibar 2). Damit lassen sich dynamische In-Camera-Effekte und Designelemente in hoher Auflösung darstellen.
Die Optiken wechselt man magnetisch in Sekunden. Drei Varianten stehen zur Wahl: Round Diffuser für weiches, röhrenförmiges Umgebungslicht, Flat Diffuser für kontrollierte Balkenausgabe bei In-Camera-Effekten und Live-Events, Intensifier für fokussierte Hochleistungsanwendungen. Ohne Optik läuft die Omnibar Open-Face – etwa zum Bouncen oder zur Integration ins Setdesign.

Magnete, Kabelbinder, Stativ – alles geht
Beim Rigging zeigt sich die Praxistauglichkeit. Eingebaute Magnete halten die Bar an jeder Metallfläche in beliebiger Ausrichtung. Integrierte Ösen erlauben das Sichern per Kabel oder Kabelbinder an Schienen und Stangen. Mit dem Omnigrip reiht man Bars nahtlos aneinander, mit dem Omnipin steht die Leuchte auf einem Standardstativ. Omniclip-Halterungen lassen sich in drei Winkeln an fast jeder Oberfläche befestigen. Das sind die Details, die am Set Zeit sparen.

Zwei Stunden Akku, IP65, CRMX
Der eingebaute Akku hält laut ARRI mindestens zwei Stunden bei voller Helligkeit – genug für die meisten Außeneinsätze, und mit IP65-Schutz muss man bei Regen nicht gleich alles abbauen. Gesteuert wird über das Onboard-Interface, eine Bluetooth-App, kabelgebundenes DMX oder drahtlos über den integrierten TimoTwo-CRMX-Chip. Damit eignet sich die Omnibar sowohl für Festinstallationen als auch für mobile Drehs.

Die Omnibar ist ab sofort als Einzelset, Mehrstücktransportset und als Creator Set erhältlich.