Crystal-LED-Portfolio: Sony schließt die Lücke nach unten

Der japanische Hersteller erweitert sein Crystal-LED-Portfolio um die neue S-Serie im mittleren Preissegment. Die beiden Modelle ZRD-S12G und ZRD-S15G sollen ab Ende Frühjahr 2026 verfügbar sein und richten sich an Unternehmen, Bildungseinrichtungen und gewerbliche Anwendungen.

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Sony Crystal LED S-Serie Panel
Die neue Crystal LED S-Serie von Sony erreicht eine maximale Helligkeit von 800 Candela pro Quadratmeter und ist in zwei Varianten mit unterschiedlichem Pixelabstand erhältlich. ©Sony

Die Crystal-LED-Familie von Sony bestand bislang aus den Flaggschiff-Modellen der BH- und CH-Serien im oberen Preissegment. Mit der S-Serie positioniert sich der Hersteller nun erstmals im mittleren Marktsegment der Direct-View-LED-Technologie (dvLED). Die Modelle sollen die Lücke zwischen den BRAVIA Professional Displays und den hochpreisigen Crystal-LED-Produkten schließen.

Technische Eckdaten der neuen Modelle

Die beiden Varianten unterscheiden sich im Pixelabstand. Das Modell ZRD-S12G arbeitet mit einem Pixelabstand von 1,25 Millimetern, das ZRD-S15G mit 1,56 Millimetern. Beide Displays erreichen eine maximale Helligkeit von 800 Candela pro Quadratmeter. Sony verbaut in der S-Serie dieselbe Antireflexions-Oberflächentechnologie, die bereits in der BH-Serie zum Einsatz kommt. Diese Kombination aus Helligkeit und Entspiegelung soll eine präzise Farbwiedergabe auch in Räumen mit starkem Tageslichteinfall oder großen Fensterflächen gewährleisten.

Modularer Aufbau für flexible Formate

Die S-Serie folgt dem modularen Prinzip der Crystal-LED-Familie. Die einzelnen Module lassen sich zu Videowänden unterschiedlicher Größe und Konfiguration zusammensetzen. Ein rahmenloses Design ermöglicht dabei nahtlose Übergänge zwischen den einzelnen Einheiten. Die Gehäusetiefe beträgt 45 Millimeter. Sony gibt zudem an, dass diese flache Bauweise in Verbindung mit geeigneten Wandhalterungen die Anforderungen der Europäischen Barrierefreiheitsrichtlinie (EAA) erfüllt.

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Integration mit NovaStar-Controllern

Die S-Serie ist für den Betrieb mit Controllern der NovaStar-COEX-Serie MX30 und MX40 Pro ausgelegt. Bei Verwendung eines NovaStar-Controllers lässt sich der Abstand zwischen LED-Wand und Steuereinheit auf bis zu 100 Meter erweitern. Diese Distanz kann bei der Planung von Installationen relevant sein, wenn Controller und Display räumlich getrennt untergebracht werden müssen.

S-Serie: Die flache Bauweise kann die Anforderungen der Europäischen Barrierefreiheitsrichtlinie (EAA) erfüllen. ©Sony

Wartung und Betriebskosten

Sony liefert die Module vorkalibriert aus. Einzelne Einheiten lassen sich dadurch bei Bedarf austauschen, ohne dass eine vollständige Neukalibrierung der gesamten Videowand erforderlich wird. Die Displays verfügen über einen Oberflächenschutz, der Beschädigungen durch versehentliche Berührungen verhindern soll. Sony verweist zudem auf einen energieeffizienten Betrieb und eine niedrige Oberflächentemperatur als Faktoren für reduzierte Betriebskosten.

Markteinführung und erste Präsentationen

Die Crystal LED S-Serie soll Ende Frühjahr 2026 auf den Markt kommen. Erste öffentliche Präsentationen plant Sony für die Fachmesse Integrated Systems Europe (ISE) vom 3. bis 6. Februar 2026 in Barcelona sowie für die InfoComm vom 17. bis 19. Juni 2026 in Las Vegas.