Das System arbeitet verzögerungsfrei in Echtzeit und kann für Videoinhalte beliebiger Auflösung sinnvoll eingesetzt werden. Zur Wiedergabe reicht ein autostereoskopischer Bildschirm, der HD-fähig sein sollte. Für die Betrachtung ist, im Unterschied zu handelsüblichen Lösungen, keine 3-D-Brille erforderlich.
Natural View Systems bietet iVu Partnern aus der Industrie an, die das System in ihre 3D-Bildschirme integrieren können. „Unsere Partner erhalten damit einen handfesten Wettbewerbsvorteil, denn iVu ist leicht in die Hardware zu integrieren und bietet den Zuschauern ein Seherlebnis, das allen derzeit erhältlichen Systemen überlegen ist“, so Rainer Weiss, Geschäftsführer der Natural View Systems GmbH.
Das Prinzip von iVu
iVu generiert nach einer Bildanalyse aus jedem 2-D-Vollbild mehrere Teilbilder mit abweichenden Bildinformationen. Ineinander verschachtelt bilden sie ein Interferenzmuster, das sich bei verschiedenen Betrachtungswinkeln ändert und somit eine räumliche Wahrnehmung generiert – iVu wird daher auch als Raumbildsystem bezeichnet. Interessanterweise kann man bei dessen Betrachtung auf unterschiedliche Punkte fokussieren, während das Auge des Zuschauers bei einem herkömmlichen zweidimensionalen Fernsehbild stets auf die Mattscheibe scharf stellt. iVu erzielt laut Natural View Systems eine natürliche, die Augen schonende Art der Betrachtung als Nebeneffekt der plastischen Darstellung.
Der iVu-Algorithmus ist nach Angaben des Unternehmens außerordentlich anpassungsfähig. Die Stärke des plastischen Effekts lässt sich einstellen. Und er arbeitet gleichermaßen mit künstlich erzeugten Signalen, zum Beispiel Zeichentrickbildern, mit alten Schwarzweißfilmen und natürlich mit aktuellen HD-Inhalten. Ein iVu-Bild lässt sich, je nach Bildschirmgröße und –art, bei einem Betrachtungsabstand von einem bis zu sieben Metern und einem Abstrahlungswinkel von bis zu 160° betrachten. Weitere Infos unter: www.natural-view-systems.com (01/11)
iVu-System wandelt beliebige 2D-Signale in 3D
Natural View Systems GmbH (SALZBRENNER STAGETEC MEDIAGROUP) präsentiert auf der Integrated Systems in Amsterdam eine Weltneuheit: das iVu Raumbildsystem. Der patentangemeldete iVu Algorithmus errechnet aus jedem Standard-Videobild ein Signal zur 3D-Raumbilddarstellung.
Eckhard Eckstein
Erfahrener Fachjournalist und langjähriger Chefredakteur der Zeitschrift MEDIEN BULLETIN. Themenschwerpunkte sind Medienpolitik und Rundfunktechnologie.
Alle ArtikelWeitere in Medientechnologie
Alle anzeigenWeitere von Eckhard Eckstein
Alle anzeigenVon unseren Partnern
Adobe verzahnt KI enger mit Premiere
Generative Media soll fehlendes Material direkt im Schnitt erzeugen. Zur IBC erweitert Adobe außerdem die Audio- und Color-Werkzeuge in Premiere.
Ross Video Ultrix FR30: 576 × 576 UHD-I/O in 30 HE
Ross Video skaliert Ultrix mit dem FR30 auf 576 × 576 UHD-I/O. Auf der IBC 2026 zeigt Richard Hardege, wie Routing, Processing, Multiviewer und Production Switching in dem 30-HE-System zusammenspielen.
Ein intelligenterer Ansatz zur Signalsynchronisation
Das neue PVD 5440 DO vereint Framesynchronisation, MADI-Audioverarbeitung und fortschrittliche Up-/Down-/Cross-Konvertierung (UPXD) in einem einzigen Modul.
Broadcast Solutions übernimmt BFE: Die Strategie dahinter
Nach der Übernahme von BFE durch Broadcast Solutions sprechen Stefan und Maximilian Breder, Martin Dempf und Sven Hesselbach über Integration, KSC Core, Kunden und die gemeinsame Strategie.