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Qvest veröffentlicht Leitfaden für den Einstieg in die Dynamic Media Facility

Qvest hat einen Praxisleitfaden zur Dynamic Media Facility veröffentlicht – dem EBU-Architekturmodell für softwaredefinierte Medienproduktion. Der Guide beschreibt, wie Medienunternehmen DMF und MXL schrittweise in den Betrieb überführen.

Daniel Clasen (li.) und Patrick Steinert von Qvest
Daniel Clasen (li.) und Patrick Steinert, Co-Autoren des Qvest DMF Adoption Guide ©Qvest

Qvest hat den „DMF Adoption Guide" veröffentlicht – einen Leitfaden, der Medienunternehmen den praktischen Einstieg in die Dynamic Media Facility (DMF) erleichtern soll.

DMF ist ein von der European Broadcasting Union (EBU) entwickeltes Architekturmodell, das beschreibt, wie sich klassische, hardwarebasierte Produktionsumgebungen in softwaredefinierte Plattformen überführen lassen. Das Thema gewinnt in der Branche an Dynamik: Erst kürzlich hatten Grass Valley und Lawo eine Kooperation angekündigt, die explizit auf DMF-Prinzipien und dem zugrundeliegenden Media eXchange Layer (MXL) aufbaut.

Was DMF und MXL bedeuten

DMF schafft einen Rahmen dafür, Produktionsumgebungen nicht mehr als feste Infrastrukturprojekte zu planen, sondern als flexibel konfigurierbare Plattformen aufzusetzen. Ein zentraler Baustein ist der Media eXchange Layer (MXL), eine Open-Source-Initiative der EBU für den herstellerunabhängigen Austausch von Video, Audio und Metadaten zwischen softwarebasierten Medienanwendungen.

Daniel Clasen, Co-Autor des Guides und Practice Lead Custom Software Solutions bei Qvest, beschreibt den Unterschied zur bisherigen Praxis: „Die Einführung neuer Produktionsumgebungen war bis jetzt ein Infrastrukturprojekt mit Vorlaufzeiten von Monaten. Mit softwaredefinierten Plattformen wird daraus eine Konfigurationsaufgabe. Setups und Workflows lassen sich flexibel bereitstellen, anpassen und skalieren – innerhalb von Stunden und perspektivisch in Minuten."

Von der Referenzarchitektur in die Praxis

Patrick Steinert, Co-Autor und Head of Technology Consulting bei Qvest, sagt: „DMF und MXL vollziehen gerade den Schritt von der theoretischen Referenzarchitektur in die praktische Anwendung. Die nächste Phase wird durch offene Standards, Multi-Vendor-Interoperabilität und reale Implementierungen bei Kunden geprägt sein."

Der Guide beschreibt, wie Unternehmen DMF schrittweise in den Betrieb überführen und was die Neuausrichtung für Produktionsprozesse, Time-to-Market und Infrastrukturstrategien bedeutet. Der Download steht auf der Qvest-Website zur Verfügung.

Niklas Eckstein

Niklas Eckstein

Fachjournalist in der Medien- und Broadcast-Branche mit den Schwerpunkten Live-Produktion und Medientechnik. Chefredakteur von mebucom.de.

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