Wie Kabel Deutschland mitteilt, hatte das Unternehmen die Veräußerung von Tele Columbus-Netzen in Berlin, Dresden und Cottbus angeboten. Doch das Bundeskartellamt fordere einen Verkauf von fast 60 Prozent der zu erwerbenden Netze in Ostdeutschland. Damit stehe die Übernahme vor dem Aus, denn die Forderungen der Kartelwächter seien wirtschaftlich nicht vertretbar, heißt es bei Kabel Deutschland,das davon asugehen muss, dass die Übernahme nicht genehmigt wird. „Die Transaktion hätte große Vorteile für Infrastrukturwettbewerb und Verbraucher mit sich gebracht“, so der Vorstandsvorsitzende Adrian von Hammerstein (Foto). Mit dem geplanten Zusammenschluss hätte Kabel Deutschland in den neuen Bundesländern über 900. 000 Haushalten erstmalig Hochgeschwindigkeits-Internet über das Fernsehkabel anbieten und damit die Breitband-Infrastruktur im Osten Deutschlands stärken können. Außerdem wäre der Kabelnetzbetreiber in Nordrhein-Westfalen und Hessen in den Wettbewerb zu Unitymedia KabelBW getreten. (2/13)
Übernahme von Tele Columbus vor dem Aus
Als gescheitert betrachtet Kabel Deutschland die geplante Übernahme von Tele Columbus. Nachdem das Bundskartellamt die von Kabel Deutschland angebotenen Zusagen für unzureichend erklärt hat.
Eckhard Eckstein
Erfahrener Fachjournalist und langjähriger Chefredakteur der Zeitschrift MEDIEN BULLETIN. Themenschwerpunkte sind Medienpolitik und Rundfunktechnologie.
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