Prominente Filmschaffende drängen auf ein Gesetz zur Investitionsverpflichtung. Ziel: faire Marktbedingungen und Stärkung des Filmstandorts Deutschland.
Die Bundesregierung hebt die Filmförderung ab 2026 auf 250 Mio. Euro jährlich an. Branchenvertreter begrüßen den Schritt als überfällige Weichenstellung für ein zukunftsfestes Fördersystem mit Investitionsverpflichtung für Streamingplattformen.
Mehr Vielfalt und Innovation, stärkere Bewerbung von Dokumentationen in der ARD und ein eigenes Produzententreffen bei arte: Dies sind einige Ergebnisse der dritten Programmwerkstatt zur Zukunft dokumentarischer Produktionen am 1. November 2018 im Rahmen der DOK Leipzig.
Der Bundesverband der Film- und Fernsehregisseure, der Verband Deutscher Drehbuchautoren und die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm/AG DOK protestieren gegen die vergütungsfreie Nutzung von Filmen in öffentlich-rechtlichen Mediatheken.
ARD und ZDF stehen in der deutschen Presse am Pranger. Sie wirft den Sendern vor, öffentlich-rechtliche TV-Qualität in Nischen abzuschieben. Doch geht es wirklich um eine Qualitätsdebatte – oder doch eher um Interessenspolitik? Und was heißt eigentlich TV-Qualität?
Andere Branchenverbände sehen in der Einigung zwischen Produzentenallianz und ARD auf Eckpunkte zur vertraglichen Zusammenarbeit keinen substanziellen Fortschritt für die Branche und sprechen der Allianz das Verhandlungsmandat für Dokumentarfilmer ab.
RTL hat die Modernisierung des Dokumentarfilm-Genres vorangetrieben, worauf ARD und ZDF zunehmend mit jüngeren Formaten reagieren. Klassische Dokumentarfilmer profitieren davon allerdings nicht unbedingt.
Das OLG Dresden hat die VFF-Klausel in ARD-Produktionsverträgen endgültig für unzulässig erklärt. Dagegen geklagt hatte die AG DOK, in der 800 Dokumentarfilmer und -Produzenten Mitglieder sind. Die ARD-Sender müssen nun voraussichtlich rund 20 Millionen Euro zurückzahlen.
Dokumentarfilmer und Filmproduzenten wollen mit den öffentlich-rechtlichen Sendern in einen Diskurs um faire Auftragsvergabe treten und fordern vor allem mehr Transparenz und Wettbewerbsgleichheit ein. MDR-Intendantin Karola Wille lehnt im Auftrag der ARD-Intendanten das Gesprächsangebot ab.