AIMS hat gemeinsam mit dem Video Services Forum (VSF) und der European Broadcasting Union (EBU) das zweite IPMX Product Testing and Certification Event angekündigt. Es findet vom 24. bis 28. August am EBU-Hauptsitz in Genf statt und steht Mitgliedsunternehmen von AIMS und VSF offen.
Erstmals Zertifizierung von HDCP, Verschlüsselung und Kompression
Das Event erweitert das Zertifizierungsprogramm um Funktionen, die bislang in Entwicklung waren. Erstmals werden das Host Key Exchange Protocol (HKEP) für HDCP-Handling geschützter Inhalte, das Privacy Encryption Protocol (PEP) für herstellerübergreifende Inhaltsverschlüsselung sowie HEVC- und AVC-Kompressionsprofile zertifiziert. Letztere sind für den effizienten Transport über bestehende Netzwerkinfrastruktur relevant und stoßen laut AIMS auf starkes Brancheninteresse.
Sam Recine, Chair der IPMX Pro AV Working Group bei AIMS, ordnet ein: „Das erste Zertifizierungsevent im Januar hat gezeigt, dass IPMX herstellerübergreifend in großem Maßstab funktioniert. Im August gehen wir die nächsten Schritte – wir erweitern die zertifizierte Produktbasis und validieren die Funktionen, nach denen Integratoren und Endnutzer seit dem Zertifizierungsstart fragen."
Vorab: Interoperabilitätstests in Montreal
Vor dem Genfer Event findet vom 20. bis 24. Juli eine vorbereitende Interoperabilitätssession bei Matrox Video in Montreal statt. In dieser „Dirty Hands"-Session testen AIMS-Mitglieder neue IPMX-Entwicklungen praktisch, bevor sie in die formale Zertifizierung gehen.
48 zertifizierte Produkte von 11 Herstellern
Das IPMX-Zertifizierungsprogramm startete auf der ISE 2026 mit 48 zertifizierten Produkten von 11 Herstellern. IPMX bringt ST-2110-basierten Medientransport und NMOS-basierte Steuerung in Märkte jenseits des klassischen Broadcast – darunter ProAV, Live-Events, Unternehmensmedien und Bildung.