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Degeto-Chefin Strobl fährt neuen Kurs

Die künftige Degeto-Chefin Christine Strobl kündigt Änderungen bei der Auftragsvergabe an: „In Zukunft muss jedenfalls inhaltlich nachvollziehbar sein, warum man sich für ein Projekt entscheidet, es gilt das Vier-Augen-Prinzip“, so Strobl im SPIEGEL. Die ARD-Tochter übernimmt sie am 1. Juli.

Degeto-Chefin Strobl fährt neuen Kurs
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Strobl will Aufträge nur noch nach Qualität vergeben: „Es wird keine Zusagen an Firmen geben, bestimmte Mengen an Filmen anzufertigen." Ihr Vorgänger, der langjährige Geschäftsführer Hans-Wolfgang Jurgan war in die Kritik geraten, weil Budgets für zwei Jahre im Voraus vergeben wurden, was zu finanziellen Engpässen geführt hatte.

Auch die Machart der Filme werde sich ändern, bekräftigt Strobl im SPIEGEL. „Die Formel 'Schöne Landschaft plus komplizierte Familienentwicklung gleich Erfolg' reicht nicht mehr aus. Man kann von Liebe auch zeitgemäß erzählen". Eine Absage erteilt die Degeto-Geschäftsführerin auch Automatismen bei der Besetzung von Rollen.

Die Degeto sorgt für den Programmnachschub an fiktionalen Stoffen in der ARD durch Auftrags- und Koproduktionen sowie durch Einkäufe von Lizenzen. Dafür stehen im Jahr 400 Millionen Euro zur Verfügung. (6/12)

Eckhard Eckstein

Eckhard Eckstein

Erfahrener Fachjournalist und langjähriger Chefredakteur der Zeitschrift MEDIEN BULLETIN. Themenschwerpunkte sind Medienpolitik und Rundfunktechnologie.

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