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MDR entlässt KiKa-Programmgeschäftsführer

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) hat sich mit sofortiger Wirkung vom Programmgeschäftsführer des öffentlich-rechtlichen Kinderkanals (KiKa) getrennt. Das teilte MDR Intendantin Karola Wille (Foto) nach einer Sitzung des MDR-Verwaltungsrates mit.

MDR entlässt KiKa-Programmgeschäftsführer
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Der Kinderkanal wird von ARD und ZDF gemeinsam getragen, der MDR ist die federführende Rundfunkanstalt. Bereits kurz vor Weihnachten hatte die Staatsanwaltschaft Erfurt den MDR über die Aufnahme eines Ermittlungsverfahrens gegen den KiKa-Programmgeschäftsführer informiert. Er wurde daraufhin im gegenseitigen Einvernehmen beurlaubt. Mitte Februar wurde dem MDR schließlich die beantragte Akteneinsicht gewährt.

Die auf dieser Grundlage angestellten eigenen Ermittlungen des MDR konzentrierten sich auf monatliche Bargeld-Flüsse in den Jahren 2009 und 2010 zwischen dem ehemaligen und mittlerweile zu einer Haftstrafe verurteilten Herstellungsleiter des KiKa und einem Mitarbeiter.

Nach dem Stand der Ermittlungen stammte das Bargeld aus überhöhten Rechnungen, die eine externe Firma an den KiKa gestellt hatte. Der Programmgeschäftsführer, so der MDR, bestreitet seine Beteiligung an diesen Vorgängen.
Die arbeitsrechtliche Bewertung der Vorgänge habe zur sofortigen Beendigung des Arbeitsverhältnisses geführt, erklärt der MDR. (3/13)

Eckhard Eckstein

Eckhard Eckstein

Erfahrener Fachjournalist und langjähriger Chefredakteur der Zeitschrift MEDIEN BULLETIN. Themenschwerpunkte sind Medienpolitik und Rundfunktechnologie.

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