Beim Montreux Jazz Festival 2026 stellte Shure mehr als 2.000 Audiokomponenten für zehn Bühnen bereit. Zur Ausstattung der 60. Festivalausgabe gehörten 156 Kanäle Axient Digital für die drahtlose Mikrofonübertragung, 40 Kanäle Axient Digital PSM für das In-Ear-Monitoring und 756 kabelgebundene Mikrofone. Über zwei Wochen mussten die Produktionsteams damit die Anforderungen unterschiedlichster Künstler und Besetzungen abdecken.
Die Zusammenarbeit zwischen dem Festival und seinem offiziellen Partner Shure besteht seit rund 30 Jahren. Zum Einsatz gehört neben der Bereitstellung des Equipments auch die Unterstützung im laufenden Betrieb: Das technische Team betreute die Crews bei der Auswahl der Mikrofone, der Koordination der Funkfrequenzen und den täglichen technischen Anforderungen an den verschiedenen Spielorten.
Unterschiedliche Betriebsarten für das In-Ear-Monitoring
Wie sich die Systeme an die jeweilige Produktion anpassen ließen, zeigt das In-Ear-Monitoring. Dafür standen fünf ADTQ-Sender bereit, die mit jeweils acht Kanälen konfiguriert waren und zusammen 40 Kanäle bereitstellten. Die Tonteams nutzten hier sowohl den SC-Schmalband-Modus als auch den Mehrkanal-Breitband-Modus mit Spatial Diversity und wechselten abhängig von den Anforderungen der Künstler und der Produktion zwischen den Konfigurationen.
Auf der Stravinski-Bühne unterstützte außerdem ein ShowLink Access Point die Überwachung der Axient-Digital-Geräte aus der Ferne. Während die Auftritte unterschiedliche Funkkonfigurationen verlangten, konnten die Techniker die Geräte damit auch im laufenden Betrieb im Blick behalten.
Mikrofonwahl als Teil der Produktionsbetreuung
Auch bei der Mikrofonierung gab es kein einheitliches Festival-Setup. The Roots verwendeten Axient-Digital-Sender mit SM58- und Nexadyne-Kapseln, Vulfpeck kombinierten AD2-Handsender mit SM58-Kapseln. Bei Deep Purple gehörten AD-Sender mit KSM11-Kapseln sowie vier Kanäle Axient Digital PSM zur Ausstattung; John Legend sang über ein Nexadyne 8/S, das für seinen Toningenieur Jon Ostrin gewissermaßen die "Wahrheit in Mikrofonform" verkörpert.
Diese unterschiedlichen Zusammenstellungen zu betreuen, war Teil der täglichen Arbeit über die zehn Bühnen hinweg. Marco Weissert, Associate Vice President Sales Europe bei Shure, beschreibt die Anforderungen: „Die Tontechniker koordinieren täglich mehrere Bühnen, kümmern sich um unterschiedlichste Anforderungen der Künstler und haben es mit engen Produktionsplänen zu tun.“ Shures Aufgabe bestand damit über die zwei Festivalwochen hinweg darin, die bereitgestellte Technik gemeinsam mit den Crews auf die jeweils nächste Produktion abzustimmen.