Medientreffpunkt diskutiert „Wucht des Wandels“

Am 9. Mai beginnt die 18. Ausgabe des Medientreffpunkts Mitteldeutschland in der Leipziger media city. Namhafte Experten aus Medien, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft diskutieren drei Tage lang aktuelle Fragestellungen und zukünftige Entwicklungen unter dem Leitthema „Die Wucht des Wandels – In neuen Systemen leben“.

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Jochen Fasco
Jochen Fasco

„Der aktuelle gesellschaftliche Umbruch betrifft große Teile der Medienwelt“, so Jochen Fasco (Foto), Vorsitzender des AG Medientreffpunkt Mitteldeutschland e. V. und Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt. „Die sich aus diesem Wandel ergebenden Veränderungen brauchen neue gesellschaftliche, politische und regulatorische Rahmenbedingungen. Wie diese aussehen und ausgestaltet werden können, steht daher im Zentrum der diesjährigen Diskussionsrunden.“

In der Eröffnungsrunde diskutiert der Thüringer Ministerpräsident Bodo Ramelow mit dem Chef der Sächsischen Staatskanzlei, Dr. Fritz Jaeckel, dem Journalisten Roland Tichy und der britischen BBC-Journalistin Tanya Beckett unter anderem die Frage, welche Auswirkungen der gesellschaftliche und politische Wandel auf die Glaubwürdigkeit von Medien und Politik hat und wie verlorenes Vertrauen zurückgewonnen werden kann.

Eine kontroverse Debatte über den Wandel des öffentlichen Diskurses und die zunehmende Radikalisierung von Sprache verspricht auch das Panel „Das wird man doch noch sagen dürfen …“ mit Bettina Röhl (Journalistin), Ilse Junkermann (Landesbischöfin der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland sowie Dr. Wolfram Eilenberger (Chefredakteur des Philosophie Magazins) und Dr. Uwe Krüger (Autor des Buches „Mainstream“).

Die Frage nach einer modernen Regulierung in Zeiten zunehmender Konvergenz ist aktueller denn je. Wie es nach den Empfehlungen der Bund-Länder-Kommission Medienkonvergenz weiter geht, diskutieren Experten auf dem Panel „Zeitgemäß und entwicklungsoffen? – Regulierung konvergenter Medien“. Beim kommenden MTM kommt außerdem zur Sprache, wie sich der Kabelmarkt weiter entwickelt, welche Auswirkungen die TKG-Novelle auf den Wettbewerb im Sendernetzbetrieb hat oder wie es weitergeht beim Thema DAB+.

Den traditionellen Abschluss des MTM bildet die sogenannte „Große Runde“ am 11. Mai. Neben der ARD-Vorsitzenden Prof. Dr. Karola Wille nehmen die Chefs der drei mitteldeutschen Staatskanzleien sowie Vertreter von RTL und ProSiebenSat.1 sowie der DLM-Vorsitzende Siegfried Schneider teil. Unter dem Titel „Den Wandel gestalten“ geht es um die zukünftigen medienpolitischen Herausforderungen.

Auch in diesem Jahr beschäftigen sich insgesamt drei Diskussionsrunden mit internationaler Beteiligung mit aktuellen Entwicklungen der Medien in Mittel- und Osteuropa. Im Anschluss an den Medientreffpunkt Mitteldeutschland beginnen ebenfalls in der media city in Leipzig die Deutsch-Polnischen Medientage.

Das komplette Programm des Medientreffpunkts Mitteldeutschland findet sich hier. (5/16)

© Foto: studioline Erfurt