Der Leipziger Audiospezialist DHD hat ein neues Software-Werkzeug angekündigt: DHD Discovery läuft als schlanke Tray-App im Hintergrund und überwacht das Netzwerk per Multicast DNS (mDNS). Neue Geräte erscheinen in dem Moment, in dem sie online gehen – darunter DHD-Cores, die RM1-Interfaces für Broadcast-from-anywhere-Anwendungen sowie Audio-over-IP-Geräte, die über AES67/Ravenna oder Dante angebunden sind.
Antwort auf eine Alltagsfrage
Anlass ist ein klassisches Inbetriebnahme-Problem. "Wer schon einmal ein DHD-System in Betrieb genommen hat, kennt die Frage: Ein neues Gerät kommt ins Netzwerk – wie lautet seine IP?", sagt Geschäftsführer Marc Herrmann. Die etablierte DHD Toolbox habe diese Antwort zwar immer geliefert, "aber ein leichtgewichtiges Utility im Tray ist für den schnellen Blick einfach komfortabler. Und es sollte kein Windows voraussetzen."
Ein Klick öffnet die Web-Apps des jeweiligen Geräts, ohne dass IP-Adressen in den Browser getippt werden müssen. Ein lokales Dashboard zeigt IP-Adresse, Firmware-Stand, Seriennummer und Verbindungsstatus; hinzu kommen Favoriten, Suche, Filter und manuelle Einträge für Geräte in anderen Subnetzen. Farbcodierte Status-Punkte, optionaler Autostart und automatische Updates runden den Funktionsumfang ab.
Kostenlos für drei Plattformen
Discovery ist ab sofort kostenlos für alle Anwender von DHD-Systemen verfügbar – für macOS ab Version 12, Windows ab Version 10 sowie moderne Linux-Distributionen mit FUSE-Unterstützung. Bemerkenswert ist dabei die Plattformoffenheit: Während viele Broadcast-Konfigurationswerkzeuge weiterhin Windows voraussetzen, trägt DHD der Realität in Rundfunk-IT-Umgebungen Rechnung, in denen macOS- und Linux-Rechner längst zum Alltag gehören. Für Systemintegratoren und Verwalter größerer AoIP-Installationen dürfte vor allem die herstellerübergreifende Sicht auf Dante- und Ravenna-Endpunkte im DHD-Kontext den Nutzen ausmachen.
DHD zeigt Discovery auf der IBC2026 in Amsterdam (11. bis 14. September, RAI, Stand 8.B46).