Klassische Gateway-Infrastrukturen für den IP-Transport von Live-Signalen sind oft an feste Hardware und Leitungen gebunden. Kapazität lässt sich nicht ohne Weiteres skalieren, Änderungen kosten Zeit und Geld. GlobalM setzt auf eine andere Architektur – eine, die Orchestrierung und physische Infrastruktur voneinander trennt.
Routing ohne feste Hardware
Das Prinzip: Statt Streams an bestimmte Gateway-Geräte zu binden, werden Routing- und Verarbeitungslogik zentral definiert und auf verfügbare Nodes verteilt. Diese Nodes können in der Cloud laufen, on-premise stehen oder beides kombinieren. Kapazität lässt sich durch Hinzufügen oder Entfernen von Nodes anpassen – je nach Bedarf eines Events oder einer permanenten Distribution.
Im Kern steht GlobalMs patentiertes Pod-Modell: Jeder Pod kann als Eingangs-, Ausgangs- oder Verarbeitungsknoten fungieren. Die Gateway-Funktionalität wandert damit vom einzelnen Gerät in ein verteiltes Netzwerk. Die Plattform unterstützt gängige Protokolle wie SRT, RIST, RTP, RTMP, HLS und MPEG-DASH.
Neue Funktionen auf der NAB
Auf der NAB Show zeigt GlobalM jetzt mehrere Erweiterungen seiner GMX-Plattform. Mit GMDC (GlobalM Device Control) lassen sich Encoder und Decoder künftig direkt über API-Integration steuern – Codec-Konfiguration und Netzwerk-Routing landen in einem gemeinsamen Framework.

Neu ist auch die Möglichkeit, Signalverarbeitung am Edge auf Abruf zu aktivieren: Frame-Rate-Konvertierung und HDR-zu-SDR-Wandlung stehen als Software-Funktionen bereit, die nur bei Bedarf zugeschaltet und nach Nutzung abgerechnet werden. Wer für ein einzelnes Event erweiterte Verarbeitung braucht, muss keine Hardware installieren.
Hinzu kommt ein Cloud-basierter Multiviewer, der Live-Feeds in einer virtuellen NOC-Umgebung zugänglich macht. Mit GM Tunnel bietet die Plattform außerdem transparente Konnektivität zwischen Cloud- und On-Premise-Infrastruktur.
GlobalM ist auf der NAB Show in West Hall 3, Stand W3736 zu finden.