Grass Valley präsentiert auf der NAB Show 2026 am Stand C2408 erweiterte Infrastrukturfunktionen, die Hardware- und softwaredefinierte Umgebungen in einer operativen Schicht zusammenführen. Im Kern geht es darum, Routing, Signalverarbeitung und Orchestrierung über SDI-, IP- und Cloud-Umgebungen hinweg einheitlich steuerbar zu machen.
ACE-3901-GRID verbindet SDI mit AMPP OS
Erstmals in Las Vegas zu sehen ist die ACE-3901-GRID-Applikation. Sie erweitert die High-Density-Konnektivität der SDI-Infrastruktur in AMPP OS hinein. Da AMPP OS jetzt nativ MXL unterstützt, entsteht laut Grass Valley ein effizienterer Pfad zwischen dedizierten Hardware-Ressourcen und softwaredefinierten Workflows. Zusammen mit AMPP Orchestration ergibt sich eine einheitliche Steuerungsebene über Baseband-, IP- und Cloud-Umgebungen.
Adam Marshall, Chief Product Officer bei Grass Valley, ordnet den Ansatz ein: „Kunden brauchen einen einfacheren Weg, Legacy-Systeme mit modernen Workflows über Baseband, Contribution und cloudbasierte Produktion hinweg zu verbinden – ohne zusätzliche operative Komplexität. Mit AMPP OS, ACE-3901 und AMPP Orchestration bringen wir Hardware- und Software-Workflows in einem einheitlichen Bedienkonzept zusammen."
Multiformat-Routing und Drittanbieter-Integration
AMPP Orchestration konsolidiert Multiformat- und Multi-Plattform-Routing in einer gemeinsamen Betriebsumgebung. AMPP OS unterstützt nativ NDI 6.3 und Dante-Audiostreams. Contribution-Quellen von TVU MediaMesh und Teilnehmer-Videostreams über Zoom ISOcloud lassen sich ebenfalls innerhalb derselben Umgebung empfangen, ohne zusätzliche Empfangsgeräte.
Für Betreiber bestehender Infrastruktur bietet TSL Hummingbird Protokollkonvertierung. AMPP-Applikationen können darüber Legacy-Systeme neben softwaredefinierten Workflows steuern, ohne etablierte Kontrollschichten ersetzen zu müssen.
Infrastrukturkapazität nach Bedarf
Ein weiterer Baustein ist LayerCake. Das System provisioniert komplette Produktionsumgebungen – einschließlich AMPP-Compute-Instanzen und Routing-Konfigurationen – als vordefinierte Templates. Diese lassen sich bei Bedarf hochfahren oder wieder abbauen. Das verschiebt das Infrastrukturmodell von fester Kapazität zu einem On-Demand-Ansatz.
Weitere AMPP-OS-Updates
Zusätzlich zeigt Grass Valley eine NMOS Bridge für verbesserte Geräteerkennung in gemischten IP-Umgebungen, eine Integration in GV Orbit für einheitliche Orchestrierung sowie neue Kaleido-IP X Pro Erweiterungen für skalierbares Multistandard-Multiviewing.
Grass Valley demonstriert die Infrastrukturfunktionen als Teil seines Grass Valley Media Universe am Stand C2408 in der Central Hall der NAB Show 2026.