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Pliant erweitert CrewCom um verteilte IP-Intercom

CrewCom Flex ergänzt das drahtlose Intercom-System um kabelgebundene und virtuelle Sprechstellen. Die Matrix-Funktionen verteilen sich dabei auf die Panels selbst.

Pliant Technologies CrewCom Flex
CrewCom Flex Lösungen ©Pliant Technologies

Pliant Technologies zeigt auf der NAB New York 2026 die neue Intercom-Plattform CrewCom Flex. Sie verbindet das bestehende CrewCom-Funksystem mit kabelgebundenen Panels, Beltpacks und virtuellen Sprechstellen auf einer gemeinsamen IP-Infrastruktur. Ein zentraler Hardware-Frame für die Intercom-Matrix entfällt: Die Panels übernehmen selbst die verteilten Matrix-Funktionen.

Die Plattform richtet sich an Broadcast-Produktionen sowie an Teams, die standortübergreifend oder mit wechselnden Kombinationen aus lokalen und entfernten Arbeitsplätzen produzieren. Für den Audiotransport unterstützt CrewCom Flex AES67 und SMPTE ST 2110; hinzu kommt die Unterstützung von ST 2022-7 für redundante Übertragungswege.

Matrix-Funktionen in den Sprechstellen

Zu den zentralen Komponenten gehören das Main Panel CKP-16 und das Desktop Panel CDP-16. Beide arbeiten jeweils als eine eigenständige, intelligente Matrix innerhalb des verteilten Systems. Über Erweiterungspanels lassen sich die Bedienplätze an den jeweiligen Kommunikationsbedarf anpassen.

Damit verlagert Pliant Funktionen, für die klassische Matrix-Systeme einen zentralen Hardware-Frame benötigen, in die angeschlossenen Sprechstellen. Der Hersteller sieht darin die Grundlage für eine weitreichende Skalierbarkeit und will zugleich die Abhängigkeit von einer zentralen Matrix als möglichem Ausfallpunkt beseitigen.

Für mobile Arbeitsplätze innerhalb einer kabelgebundenen Infrastruktur ist das vierkanalige Beltpack CBP-24 vorgesehen. Es besitzt neben dem Headset-Anschluss ein integriertes Mikrofon und einen Lautsprecher. Anwender können dadurch auch ohne Headset kommunizieren.

Virtuelle Panels und Anschluss an CrewCom

Die Software-Komponente CrewCom Flex Virtual Intercom ergänzt die Hardware um browserbasierte VoIP-Sprechstellen. Zur Wahl stehen Konfigurationen mit vier, acht, 16 oder 36 Tasten, die sich auf PCs, Macs, Tablets und Mobilgeräten nutzen lassen. Das virtuelle Intercom kann eigenständig arbeiten oder Teil einer größeren CrewCom-Flex-Installation sein; vorgesehen sind sowohl lokale als auch cloudbasierte Umgebungen.

Bestehende CrewCom-Funksysteme werden über das Netzwerkinterface CXD-32CF eingebunden. Dessen 32×32-Dante/AES67-Schnittstelle führt Audiosignale in die CrewNet-Infrastruktur hinein und wieder heraus. Für die CrewNet-Anbindung stehen EtherCon-Kupferanschlüsse und Glasfaserverbindungen mit zwei LC-Anschlüssen bereit.

Konfiguration und Verwaltung bündelt Pliant in CrewWare 2.0. Die überarbeitete Software bietet dafür Drag-and-drop-Werkzeuge zur Zuordnung und Steuerung der Systemressourcen. Auf der NAB New York präsentiert das Unternehmen CrewCom Flex am Stand 645. Erste Komponenten sind bereits bei US-Händlern gelistet: Das Main Panel CKP-16 kostet dort 4.095 US-Dollar, das Desktop Panel CDP-16 4.495 US-Dollar. Die genauen Preise und Lieferzeiten für Deutschland sind bislang nicht bestätigt.

Niklas Eckstein

Niklas Eckstein

Fachjournalist in der Medien- und Broadcast-Branche mit den Schwerpunkten Live-Produktion und Medientechnik. Chefredakteur von mebucom.de.

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