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Qvest automatisiert Vertical Video mit NVIDIA-KI

Qvest zeigt auf der IBC 2026 einen V-Cropper Blueprint, der horizontale Sport- und Live-Videos automatisiert auf vertikale Formate zuschneidet. Die NVIDIA-basierte Lösung lässt sich lokal oder in Cloud-Umgebungen betreiben.

Qvest zeigt V-Copper-Anwendungen
Der V-Cropper verfolgt unter anderem Athleten, Spieler und Bälle und hält sie beim automatischen Zuschnitt im Bild. ©Qvest

Kurze Sportclips für TikTok, Instagram und andere mobile Ausspielwege beginnen im Live-Betrieb oft mit dem falschen Bildformat: Das Produktionssignal liegt horizontal vor, für den mobilen Feed wird aber eine vertikale Fassung gebraucht. Qvest will diesen Arbeitsschritt mit seinem V-Cropper Blueprint automatisieren. Die Anwendung verfolgt relevante Motive und bewegte Objekte im Bild und setzt daraus den Ausschnitt für andere Seitenverhältnisse.

Gedacht ist das vor allem für Sport- und Live-Inhalte, bei denen zwischen Ereignis und Veröffentlichung wenig Zeit liegt. Der V-Cropper kann etwa Athleten, Spieler oder Bälle verfolgen und den gewählten Bildinhalt beim automatischen Crop im sichtbaren Bereich halten. Medienteams sollen damit aus einem horizontalen Ausgangsvideo schneller Fassungen für mobile Plattformen erzeugen können.

Fares Birke von Qvest auf der NAB 2026
Fares Birke stellt auf der NAB 2026 den Applied-AI-Accelerator Monetize the Moment von Qvest vor.

„Für Medienunternehmen liegt der Wert von KI nicht im Modell selbst, sondern darin, was sie innerhalb realer Produktionsworkflows ermöglicht“, sagt Fares Birke, Principal – Practice Lead Applied AI bei Qvest. Gerade bei Sportinhalten sei Geschwindigkeit entscheidend, weil ein relevanter Moment nur ein begrenztes Zeitfenster für die weitere Verwertung habe.

V-Cropper läuft lokal oder in der Cloud

Technisch setzt Qvest auf NVIDIA NIM Microservices für die KI-Inferenz sowie NVIDIA Brev für wiederverwendbare Deployment-Konfigurationen. Die Anwendung ist containerisiert und kann sowohl lokal als auch in Cloud-Umgebungen betrieben werden. Damit ist der Workflow nicht zwingend an einen externen Multi-Tenant-KI-Dienst gebunden.

Über eine Labeling- und Tuning-Oberfläche lässt sich das Tracking-Verhalten an unterschiedliche Sportarten und Content-Szenarien anpassen. Qvest stellt den V-Cropper Blueprint zudem als Open-Source-Basis bereit, sodass Medienunternehmen ihn für eigene Workflows weiterentwickeln können.

Premiere auf der IBC 2026

Entwickelt wurde der V-Cropper vom Applied AI und R&D Accelerator Team von Qvest. Auf der IBC 2026 ist die Anwendung vom 11. bis 14. September am Qvest-Stand 10.C24 in Halle 10 des RAI Amsterdam zu sehen.

Am 13. September geht es bei Qvest außerdem um den breiteren KI-Einsatz in Medienunternehmen. Beim Panel „Real Talk Live: AI everywhere. Business value anywhere?“ diskutieren von 11:00 bis 11:45 Uhr Stefan Kollinger, Chief Innovation Officer ORF, Michael Kaplan, Director, AI for Media Ecosystem & Partner GTM NVIDIA, und Alexander Günther, Managing Director Sportcast, wie sich KI-Anwendungen über einzelne Use Cases hinaus in einen geschäftlichen Nutzen überführen lassen.

Niklas Eckstein

Niklas Eckstein

Fachjournalist in der Medien- und Broadcast-Branche mit den Schwerpunkten Live-Produktion und Medientechnik. Chefredakteur von mebucom.de.

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