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Shure MVX2U Gen 2: XLR-Interface mit +60 dB Gain und Echtzeit-Denoiser

Das kompakte Einkanal-Interface liefert genug Gain für das SM7B ohne externen Preamp. Neu in der Gen-2-Version: Auto-Level, Echtzeit-Denoiser und ein digitaler Popper Stopper direkt im Gerät.

Shure MVX2U Gen 2
Das Shure MVX2U Gen 2 lässt sich direkt am Mikrofon befestigen und ermöglicht mobile Aufnahmen mit XLR-Mikrofonen. ©Shure

Wer ein SM7B oder ein anderes XLR-Mikrofon besitzt und damit mobil aufnehmen will, kennt das Problem: Ohne Interface geht nichts, und die meisten Interfaces sind entweder zu groß, zu schwer oder brauchen zusätzliche Preamps, um genug Gain zu liefern. Shure will das mit dem MVX2U Gen 2 lösen – einem kompakten Einkanal-Interface, das direkt ans Mikrofon geschraubt wird und per USB-C mit Smartphone, Tablet oder Computer verbunden wird.

Genug Gain für das SM7B

Das MVX2U Gen 2 liefert bis zu +60 dB sauberen Gain und 48 V Phantomspeisung. Das reicht, um auch gain-hungrige dynamische Mikrofone wie das SM7B ohne externen Preamp zu betreiben – ein Punkt, der beim Vorgänger noch für Diskussionen sorgte. Kondensatormikrofone funktionieren natürlich ebenfalls.

shure MVX2U Gen 2
Das MVX2U Gen 2 liefert bis zu +60 dB Gain und 48 V Phantomspeisung – genug für gain-hungrige Mikrofone wie das SM7B. ©Shure

Shure bezeichnet das MVX2U Gen 2 als das leichteste Einkanal-Interface seiner Klasse. Es lässt sich direkt am Mikrofon befestigen oder als Inline-Verbindung zwischen Mikrofon und Kabel nutzen.

Signalverarbeitung an Bord

Der größte Unterschied zum Vorgänger steckt in der erweiterten digitalen Signalverarbeitung. Drei Funktionen sollen dafür sorgen, dass Aufnahmen auch ohne Nachbearbeitung brauchbar klingen:

Der Auto-Level-Modus passt den Gain automatisch an – praktisch für Interviews, bei denen Sprecher unterschiedlich laut sind. Der Echtzeit-Denoiser reduziert Hintergrundgeräusche, etwa Klimaanlagen oder Straßenlärm. Und der Digital Popper Stopper kümmert sich um harte Plosivlaute, die sonst einen Popschutz erfordern würden.

Alle Verarbeitung läuft latenzfrei. Das Interface speichert die zuletzt verwendeten Einstellungen und behält das Klangprofil beim Wechsel zwischen Geräten bei – wer unterwegs am iPhone aufnimmt und später am Laptop weitermacht, muss nicht neu konfigurieren.

Feintuning über die MOTIV Apps

MOTIV Apps
Über die MOTIV Apps lassen sich Equalizer, Kompressor, Limiter und die integrierte Signalverarbeitung des MVX2U Gen 2 steuern. ©Shure

Wer tiefer einsteigen will, kann über die MOTIV Apps von Shure detaillierte Einstellungen vornehmen: Klangcharakteristik, Equalizer, Kompressor, Limiter. Die Apps gibt es für Windows, macOS, iOS und Android. Einmal konfiguriert, bleiben die Einstellungen auch bei Aufnahmen über andere Apps aktiv – ob Zoom, OBS oder die native Kamera-App.

„Das MVX2U Gen 2 ist der einfachste Weg, mit einem XLR-Mikrofon an jedem beliebigen Gerät aufzunehmen", sagt Eduardo Valdes, Associate Vice President of Global Marketing and Product Management bei Shure. Man könne sein Lieblingsmikrofon anschließen und loslegen – bei Musikfestivals, Konferenzen oder in belebten Innenstädten.

Preis und Verfügbarkeit

Das MVX2U Gen 2 ist für 159 Euro (UVP) erhältlich. Im Lieferumfang: ein Meter USB-C-Kabel und eine Kurzanleitung.

Niklas Eckstein

Niklas Eckstein

Fachjournalist in der Medien- und Broadcast-Branche mit den Schwerpunkten Live-Produktion und Medientechnik. Chefredakteur von mebucom.de.

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