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Sonnet zeigt Thunderbolt-5-Portfolio auf der NAB Show

Sonnet präsentiert auf der NAB Show 2026 neue Dockingstationen, PCIe-Erweiterungssysteme und Rackmount-Lösungen für Mac mini und Mac Studio. Alle Produkte setzen auf die Thunderbolt-5-Schnittstelle mit bis zu 6.000 MB/s PCIe-Bandbreite pro Steckplatz.

Echo 21 SuperDock mit Sonnet-Logo
Das Echo 21 SuperDock ergänzt das Anschlussportfolio um einen internen M.2-NVMe-SSD-Sockel für bis zu 8 TB Speicher. ©Sonnet
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Sonnet nutzt die NAB Show in Las Vegas, um sein wachsendes Thunderbolt-5-Portfolio zu präsentieren. Der Hersteller aus Lake Forest in Kalifornien zeigt am Stand N2471 in der North Hall neue Dockingstationen, Desktop- und Rackmount-Erweiterungssysteme sowie eine eGPU-Lösung. Darüber hinaus gibt das Unternehmen einen Ausblick auf weitere Produkte, die in den kommenden Monaten erscheinen sollen.

Zwei Dockingstationen für den Schreibtisch

Mit dem Echo 20 Thunderbolt 5 SecureDock und dem Echo 21 Thunderbolt 5 SuperDock stellt Sonnet zwei neue Dockingstationen vor, die kaum Anschlusswünsche offen lassen dürften. Beide Modelle bieten drei Thunderbolt-5-Anschlüsse, 10-Gigabit-Ethernet über RJ45, vier USB-C-Ladeanschlüsse mit 10 Gbit/s und 7,5 Watt, einen weiteren USB-C-Anschluss mit 15 Watt, vier USB-A-Anschlüsse mit 10 Gbit/s sowie je einen HDMI- und DisplayPort-Ausgang. Hinzu kommen zwei analoge Line-Ausgänge, eine Mikrofonbuchse, eine Kombi-Audiobuchse sowie Steckplätze für SD- und microSD-Karten.

Das Echo 20 Thunderbolt 5 SecureDock bietet drei Thunderbolt-5-Anschlüsse, 10-Gigabit-Ethernet und zahlreiche weitere Schnittstellen. ©Sonnet

Das Echo 21 geht noch einen Schritt weiter: Ein interner M.2-NVMe-SSD-Sockel ermöglicht bis zu 8 TB Onboard-Speicher mit Übertragungsraten von bis zu 6.600 MB/s. Beide Docks verbinden sämtliche Peripheriegeräte über ein einziges Thunderbolt-5-Kabel mit dem Rechner und liefern dabei bis zu 140 Watt Ladeleistung für Laptops. Für Nutzer, die ihren Arbeitsplatz möglichst aufgeräumt halten wollen, ist das ein überzeugendes Konzept.

Mac mini im Rack mit PCIe-Erweiterung

Speziell für Broadcast- und Postproduktionsumgebungen hat Sonnet das xMac mini (2024+) / Echo II DV T5 entwickelt. Das 2-HE-Rackmount-System verwandelt Mac minis mit M4-Pro-Prozessor in erweiterbare Produktions-Workstations. Im Gehäuse finden ein oder zwei Mac mini Platz, daneben ein Echo II DV T5 – ein Thunderbolt-5-zu-PCIe-Erweiterungsmodul mit zwei Kartensteckplätzen.

Die beiden PCIe-Slots liefern jeweils bis zu 6.000 MB/s Bandbreite und eignen sich damit für Video-I/O-Karten, NVMe-SSD-Speicher oder 10-Gb- und 25-Gb-Ethernet-Adapter. Das System passt in Standard-19-Zoll-Racks, wobei alle Anschlüsse des Mac mini von vorne und hinten zugänglich bleiben. Für Studios, Übertragungswagen und andere rackbasierte Umgebungen ist das eine durchdachte Lösung, die den kompakten Mac mini in professionelle Infrastrukturen integriert.

Das xMac mini Rackmount-System fasst bis zu zwei Mac mini und ein PCIe-Erweiterungsmodul in einem 2-HE-Gehäuse. ©Sonnet

Mac Studio mit voller PCIe-Bandbreite

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert das xMac Studio / Echo II DV T5, ein 3-HE-Rackmount-System für Mac Studio mit M3-Ultra- oder M4-Max-Prozessor. Auch hier ergänzt ein Echo II DV T5-Modul zwei PCIe-Steckplätze mit jeweils bis zu 6.000 MB/s Bandbreite über Thunderbolt 5.

Das System richtet sich an Anwender, die umfangreiche Content-Produktion, Live-Workflows oder datenintensive Aufgaben bewältigen müssen – und dafür auf leistungsstarke PCIe-Karten angewiesen sind, die der Mac Studio von Haus aus nicht aufnehmen kann. Videoaufnahme und -wiedergabe, NVMe-Speicher und Hochgeschwindigkeitsnetzwerke lassen sich so parallel mit voller Bandbreite betreiben.

PCIe-Erweiterung für Desktop und Rack

Wer die Erweiterungsmodule auch ohne Mac-Rackmount nutzen möchte, findet im Echo II DV T5 Desktop und Echo II DV T5 Rackmount zwei eigenständige Varianten. Beide unterstützen zwei PCIe-Karten mit hoher Bandbreite im Parallelbetrieb und liefern bis zu 6.000 MB/s pro Steckplatz.

Die Desktop-Variante eignet sich für Workstation-Umgebungen, während das Rackmount-Modell in einem 2-HE-Gehäuse Platz für ein zusätzliches Erweiterungsmodul bietet. Für Studios, mobile Racks und Übertragungswagen ist das Rackmount-System damit die flexiblere Wahl.

eGPU mit 850-Watt-Netzteil

Mit der Breakaway Box 850 T5 zeigt Sonnet eine prämierte eGPU-Lösung für Windows-11-Computer. Das Gehäuse nutzt eine Dual-Port-Thunderbolt-5-Schnittstelle und bietet damit die doppelte PCIe-Bandbreite gegenüber externen Thunderbolt-3-GPU-Gehäusen. In Verbindung mit Thunderbolt-4- oder Thunderbolt-5-Laptops und kompakten Rechnern soll das Grafikleistung auf Workstation-Niveau ermöglichen.

Das 850-Watt-Netzteil unterstützt eine breite Palette von Grafikkarten: NVIDIA GeForce RTX der Serien 50, 40 und 30 sowie AMD Radeon RX der Serien 9000, 7000 und 6000 – einschließlich Karten mit dreifacher Slotbreite. Integriert ist zudem ein Thunderbolt-5-Dock mit einem Downstream-Thunderbolt-5-Anschluss, drei USB-A-Ports mit 10 Gbit/s und einem 5-Gb-Ethernet-Anschluss.

Ausblick auf kommende Produkte

Neben den fertigen Produkten gibt Sonnet auf der NAB einen Vorgeschmack auf weitere Thunderbolt-5-Lösungen. Dazu gehören ein PCIe-4.0-Kartenerweiterungssystem mit mehreren Steckplätzen, ein Multiport-25-Gb-Ethernet-Adapter, Single- und Multi-SSD-Speichergeräte mit 6.000 MB/s sowie ein Rackmount-System, das zwei doppelt breite Video-I/O-PCIe-Karten wie die Blackmagic 8K Pro G2 plus einen Mac mini in einem 2-HE-Rack-Fach unterbringen kann. Wann diese Produkte verfügbar sein werden, hat Sonnet noch nicht mitgeteilt.

Niklas Eckstein

Niklas Eckstein

Fachjournalist in der Medien- und Broadcast-Branche mit den Schwerpunkten Live-Produktion und Medientechnik. Chefredakteur von mebucom.de.

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