NEP Europe hat mit der EU-03 eine modernisierte Outside-Broadcast-Einheit vorgestellt, die einen anderen Ansatz verfolgt als klassische Ü-Wagen: Statt fest verbauter Hardware setzt das Konzept auf eine gemeinsame Processing-Plattform, die verschiedene Anwendungen hosten kann. Die Idee: Broadcast-Tools werden lizenzbasiert hinzugeschaltet – je nachdem, was eine Produktion erfordert.
Die Einheit ist stationiert in Oslo und wird ab April zunächst für die norwegische Fußballliga im Einsatz sein.
Software statt Hardware-Umbau
Der Gedanke hinter dem Konzept: Neue Produktionsfähigkeiten lassen sich per Software-Update hinzufügen, statt den Wagen aufwendig umzubauen. Das soll die Einheit langfristig flexibel halten und den Investitionszyklus verlängern. Die EU-03 unterstützt zudem HDR-Produktionen und ist vollständig auf SMPTE ST 2110 IP umgestellt.
„Unsere Kunden wollen die Freiheit, mehr Content auf smartere Weise zu produzieren – ohne Kompromisse bei Qualität oder Zuverlässigkeit", sagt Lise Heidal, President von NEP Europe. Die EU-03 gebe Kunden mehr Flexibilität bei der Umsetzung von Produktionen, gestützt auf die operative Disziplin und Ausfallsicherheit, für die NEP bekannt sei.
Anbindung an Remote-Produktion
Die Einheit ist für hybride Workflows ausgelegt und kann direkt an NEPs Produktions-Hub in Oslo angebunden werden. Bestimmte Produktionsrollen lassen sich so vom Hub aus übernehmen, was Reiseaufwand reduziert, die Logistik vereinfacht und Kosten senken kann – ohne die Qualitätsstandards zu kompromittieren, die bei hochkarätigen Live-Events erwartet werden.
„Was für Kunden am meisten zählt, ist, dass Live-Produktion jedes Mal funktioniert – und dass sie sich schnell anpassen lässt, wenn sich Anforderungen ändern", sagt Eirik Nakken, Director of Technology bei NEP Norway. Die EU-03 sei so gebaut, dass sie von kleineren Shows bis zu Großevents skalieren könne und Kunden dabei helfe, Footprint und Kosten zu optimieren.
Plattform in über 120 Einrichtungen im Einsatz
Der Umbau der EU-03 ist Teil einer breiteren Investitionsstrategie von NEP in softwarebasierte Live-Produktion. Bereits vor knapp zehn Jahren begann das Unternehmen, in Software zu investieren, die Live-Produktion einfacher bedienbar und leichter skalierbar machen soll. Daraus entstand TFC, NEPs Broadcast-Orchestrierungsplattform, die zentrale Produktionswerkzeuge in einer Umgebung zusammenführt.
TFC ist heute in über 120 NEP-Einrichtungen weltweit im Einsatz und steht auch externen Kunden zur Verfügung – Broadcastern, Rechteinhabern, Ligen, Verbänden, Nachrichtenorganisationen und Streaming-Diensten.