NDR zum Sparen gezwungen

Der NDR Rundfunkrat hat am Freitag, 26. September, in Hamburg der Jahresabrechnung des Norddeutschen Rundfunks für das Jahr 2013 zugestimmt. Bei einem Haushaltsvolumen von knapp 1,1 Milliarden Euro weist der Sender einen Fehlbetrag von 16,1 Millionen Euro aus.

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NDR zum Sparen gezwungen

In dieser Summe enthalten sind 9,5 Millionen Euro Beitragsmehrerträge, die dem NDR bis Anfang 2017 nicht zur Verfügung stehen und auf einem Sonderkonto festgelegt werden müssen. 

Ute Schildt, Vorsitzende des NDR Rundfunkrates: „Das vergangene Jahr stand genau wie das laufende für den NDR im Zeichen intensiver Sparbemühungen. Dabei stimmt die Balance zwischen Haushaltsdisziplin auf der einen und attraktivem, anspruchsvollem Programm auf der anderen Seite: Die Menschen im Norden haben einen guten Gegenwert für ihren Rundfunkbeitrag erhalten.“

Lutz Marmor, NDR Intendant erklärt: „Stabile und planbare Einnahmen sind ein Privileg. Dabei ist uns zugleich eine klare Grenze gesetzt: Trotz insgesamt steigender Beitragseinnahmen hat der NDR durch die Festlegung der KEF nicht mehr Geld zur Verfügung. Kostensteigerungen machen aber auch vor uns nicht halt, deshalb müssen wir weiter sparen – zuletzt am Programm.”

Mit Beginn des Jahres 2013 war die gerätebezogene Rundfunkgebühr durch den geräteunabhängigen Rundfunkbeitrag pro Haushalt abgelöst worden. Das neue Finanzierungsmodell führt zu mehr Beitragsgerechtigkeit und zu stabilen Erträgen.Doch profitieren die Sender von den zu erwartenden Mehreinnahmen erst einmal nicht. Denn die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (KEF) hat mit ihrem 19. Bericht eine Obergrenze für die Beitragserträge festgelegt. Beitragseinnahmen, die über diese Obergrenze hinausgehen, sind einer Beitragsrücklage zuzuführen und werden auf einem separaten Bankkonto bis Anfang 2017 verzinslich angelegt. 
(9/14)

Bild: NDR/David Paprocki

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