Thomas Bellut, seit 15. März 2012 ZDF-Intendant, hat sein erstes Amtsjahr absolviert – fast zeitgleich mit dem 50. Geburtstag des ZDF am 1. April. MEDIEN BULLETIN fragt: Was hat sich unter Belluts Leitung beim ZDF und im deutschen Fernsehmarkt verändert?
Der Medientreffpunkt Mitteldeutschland (MTM) in Leipzig behauptet seine Position unter deutschen Medienkongressen mit weit gefächertem Programm. In diesem Jahr lag ein Fokus auf der wirtschaftlichen Situation von Lokal-TV-Anbietern in Europa.
Keine Perspektive sieht der ZDF-Fernsehrat in einer Fusion von ZDFneo oder ZDFinfo mit anderen öffentlich-rechtlichen Angeboten. Das Gremium unterstützt damit ZDF-Intendant Thomas Bellut (Foto) in seiner Ablehnung eines entsprechenden ARD-Vorschlags.
Am 1. April feiert das ZDF sein 50 jähriges Bestehen. Angesagt sind ein Bouquet von Sonderprogrammen u.a. zwei große Shows am 28. und 30. März mit vielen prominenten Gästen.
Das ZDF muss bis zu 400 Stellen – so genannte „Vollzeitäquivalente“ – abbauen, wie ZDF-Intendant Thomas Bellut bei der jüngsten Fernsehratssitzung in Mainz bekannt gab.
Das Medienjahr 2012 war von Umbruchstimmung geprägt: Digitalisierung verändert Produktions- und Geschäftsprozesse, immer mehr Dienste buhlen um Zuschauer, die Medienordnung muss neu justiert werden. Ein Rück- und Ausblick auf Programm, Technik und Medienwirtschaft.
Gut aufgestellt sieht das ZDF den digitalen Informationskanal ZDFinfo, Mit der Fokussierung auf jüngere Zuschauergruppen behaupte das Programm den zweiten Platz unter den öffentlich-rechtlichen Digitalkanälen hinter ZDFneo.
Das ZDF hat mit „Die Huberbuam“ ein erstes 3D-Projekt realisiert. Ausgestrahlt wird der Film am 3. Oktober in 2D; die 3D-Variante wird ausschließlich über die ZDF-Mediathek als Stream und Download angeboten.
Das ZDF startete am 7. Mai 2011 den neuen Sender ZDFkultur; ZDFneo war bereits am 1. November 2009 gestartet. Gleichzeitig wird das ZDF-Hauptprogramm renoviert und die Senderfamilie ist in Online-Communities aktiv. Noch nie war das ZDF so experimentierfreudig.