Die Oceania Football Confederation (OFC) hat als letzte FIFA-Konföderation Video Assistant Refereeing eingeführt. Möglich macht das ein portables LiveU-Übertragungssystem, das die VAR-Signale von Spielstätten auf sechs pazifischen Inseln in ein zentrales VAR-Zentrum in Auckland überträgt.
Die OFC setzt das System in ihrer neu gegründeten Pro League ein, an der acht Teams aus Fidschi, Papua-Neuguinea, den Salomonen, Samoa, Tahiti und Neuseeland teilnehmen.
Portables System statt fester Infrastruktur
Herkömmliche VAR-Installationen waren in der Region nicht umsetzbar: Es fehlen Glasfaserverbindungen zwischen den Inselstaaten, und Broadcast-Equipment scheiterte regelmäßig an Zollverzögerungen und Transportschäden. LiveU löst das mit zwei portablen Übertragungskits, die als reguläres Fluggepäck transportiert werden und von einem einzelnen Operator über verwaltete Internetverbindungen in Betrieb genommen werden können.
Das System überträgt bis zu zwölf simultane Kamerafeeds an den Empfangsserver in Auckland, dazu vier Return-Feeds mit integrierter Zwei-Wege-Kommunikation zum Schiedsrichter. Die Roundtrip-Latenz für dieses Setup liege bei rund einer Sekunde, sagt LiveU.
Bereits über die Pro League hinaus im Einsatz
Die OFC nutzt das System inzwischen auch bei der New Zealand Football FIFA Series und den Halbfinals sowie dem Finale der Frauen-WM-Qualifikation. Der nächste Einsatz führt nach Tahiti.
Kevin Stoltenkamp, Head of Refereeing bei der OFC, kommentiert: „Jetzt können wir das System als Gepäck ins Flugzeug nehmen und überall VAR liefern. Für uns geht es nicht nur um Technologie – es geht darum, dass Menschen gemeinsam Probleme lösen."