Gravity Media Belgium hat den vollständig IP-basierten Ü-Wagen Nova 110 in Betrieb genommen. Seine erste Live-Produktion führte das Fahrzeug zur Europa-League-Begegnung zwischen Union Saint-Gilloise und Real Sociedad ins King Power at Den Dreef Stadium in Leuven. Anschließend unterstützte es die Übertragung des Champions-League-Spiels zwischen Atlético Madrid und Bayern München in Madrid. Der gemeinsam mit ProjectBuilders gebaute Wagen steht nun für Sport-, Entertainment- und Eventproduktionen in ganz Europa zur Verfügung.
Im Nova 110 sind zwei vollständig ausgestattete Produktionsregien untergebracht; die technische Auslegung unterstützt bis zu 16 Kamerakontrolleinheiten (CCUs) und fünf EVS-Systeme. Ergänzt wird der Ü-Wagen durch das Technik- und Transportfahrzeug T110, das sich direkt anschließen lässt. Über die integrierte Glasfaseranbindung und Stromverteilung können beide Fahrzeuge als zusammenhängende Produktionseinheit arbeiten.









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Nova 110 setzt auf das modulare diPloy-Konzept
Die technische Grundlage bildet Gravity Medias diPloy-System, das der Dienstleister auch für Großveranstaltungen nutzt. Das modulare Konzept verbindet Audio, Video, Intercom, Monitoring und Daten in einer redundanten IP-Infrastruktur auf Basis von SMPTE ST 2110. Dabei lässt sich die Technik auf separate Module verteilen, statt sie an eine feste räumliche Anordnung zu binden. Im Nova 110 kommen dazu variabel konfigurierbare Arbeitsbereiche, die sich an unterschiedliche Produktionsanforderungen anpassen lassen.
Auch der Fahrzeugaufbau wurde gegenüber früheren Nova-Modellen überarbeitet. Carrosserie Akkermans, das den Auflieger zusammen mit ProjectBuilders realisierte, entwickelte unter anderem Innenraum, Isolierung, Kühlung, Akustik, Beleuchtung und Hydraulik weiter. Der Nova 110 knüpft damit an die bereits gebauten Nova 105, 106 und 107 an, übernimmt deren Konstruktion aber nicht unverändert.
Pieter Schram, Projektmanager bei Gravity Media, sieht die Anpassungsfähigkeit als wesentlichen Punkt: „Unser neuer Ü-Wagen kann sich schnell auf unterschiedliche Produktionsanforderungen einstellen und dabei die hohe Übertragungsqualität und Zuverlässigkeit beibehalten, die bei erstklassigen Live-Veranstaltungen erwartet werden.“ Nach den ersten Einsätzen im europäischen Vereinsfußball soll das Fahrzeug nun auch Produktionen jenseits des Sports übernehmen.