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Sony präsentiert neue 2/3“-4K-Kamera

Sony hat zur NAB 2019 mit der HDC-5500 eine neue leistungsstarke, tragbare Systemkamera mit drei 2/3“-4K-CMOS-Sensoren und direkter 4K-Ausgabe vorgestellt. Laut Sony soll sie neue Maßstäbe in Bezug auf Bildqualität, Mobilität und kreative Flexibilität in Live-Produktionsumgebungen setzen.

Sony präsentiert neue 2/3“-4K-Kamera
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Durch einen neu entwickelten, integrierten Signalprozessor kann die HDC-5500 4K-Signale direkt und ohne einen externen Basisband-Prozessor ausgeben. Das spart Platz im Rack in engen Ü-Wagen oder Studios. 4K-Signale können auch direkt über 12G-SDI ausgegeben werden. Durch das völlig neue 4K-Basisbandübertragungssystem ist die kompakte Kamera ideal für den Einsatz in Steadicam- und drahtlosen Kamerasystemen geeignet.

Bei der Präsentation der neuen Kamera auf der NAB 2019 in Las Vegas wies Sony besonders auf ihre eindruckende Empfindlichkeit und Farbwiedergabe hin. Der hochentwickelte 2/3“-4K-CMOS-Sensor von Sony mit Global-Shutter-Technologie eleminiert den „Jello-Effekt“ und Banding-Rauschen. Dadurch könne die HDC-5500 gestochen scharfe 4K-Bilder mit außergewöhnlich niedrigem Rauschen (-62 dB), beeindruckender Empfindlichkeit (F10 bei 1080/59,94p oder F11 bei 1080/50p) und weitem Dynamikbereich aufnehmen und gleichzeitig den erweiterten Broadcast-Standard-Farbraum ITU-R BT.2020 erreichen. Sie ist mit einem speziell entwickelten digitalen LSI-Signalprozessor kombiniert, der die außergewöhnliche Bildgebungsleistung des neuen Sensors voll ausschöpft, wurde betont. ##mebucom_video##

Die Low Key Saturation sorge zudem für satte, lebendige Farben in schwach beleuchteten Bereichen. Leistungsstarke Gamma-Funktionen geben die absolute Kontrolle über die Feinabstimmung von Tonwerten, Kontrast und Details.

Mit der HDC-5500 lassen sich High Dynamic Range-Bilder erfassen. Dies unterstützt den SR-Live-Workflow von Sony für eine gleichzeitige HDR/SDR-Produktion bei reduziertem Speicherbedarf.

Die HDC-5500 unterstützt Glasfaserübertragung standardmäßig und verfügt über eine SMPTE-Standardschnittstelle zum Anschluss an die zugehörigen Kamerabasisstationen der Serie HDCU-3100/HDCU-2000. Es ist schnell und einfach, die Kamera jederzeit für den Glasfaser-, drahtlosen- oder Triax-Betrieb der dritten Generation mit einer Auswahl an optionalen Außenbedienfeldern umzurüsten.

Der Netzwerk-Trunk (über LAN-Port) ermöglicht eine schnelle Datenübertragung zwischen Kamera und Kamerabasisstation mit bis zu 1 Gbit/s zur Unterstützung der Konfigurierbarkeit mit IP-basierten Produkten und Systemen.

Die neue Kamera enthält vorinstallierte Software und erfordert den Kauf von Lizenzschlüsseln, um bestimmte Funktionen zu aktivieren. Eine optionale Lizenz ermöglicht die 8-, 6-, 4-, 3- und 2-fache HFR-HD-Bildaufnahme. High Dynamic Range (HDR)-Bilder können gleichzeitig aufgenommen werden. Das ermöglicht die gleichzeitige Produktion von HDR und SDR bei einer SR-Live-Veranstaltung.

IP-fähige Kamerabasisstation (CCU)

Mit der HDC-5500 wurde in Las Vegas auch die neue IP-fähige Kamerabasisstation (CCU) für 4K/HD-Systemkameras der HDC-5500-Serie vorgestellt.

Sie bietet Schnittstellen zu externen Geräten und eine Stromversorgung für die Kamera. Durch die kompakte 3-HE-Größe mit halber Rackbreite eignet sie sich ideal für Ü-Wagen.

Mit einer standardmäßigen 12G-SDI- und 4K-Ausgabe-Schnittstelle ermöglicht die Kamerabasisstation auch eine Nutzung der IP- und 12G-SDI-Funktionen, einschließlich IP auf Glasfaserstudiokameras der HDC-Serie.

In Kombination mit der Kamera HDC-5500 ermöglicht die HDCU-5500 den Einsatz von zwei 4K-Signalleitungen mit Ultra-High-Bit-Rate (UHB) Glasfaserübertragung, die verschiedene Aufnahmeformate mit einer zusätzlichen 4K-Video-Hauptverbindung unterstützen.

Das optionale IP-Schnittstellenset HKCU-SFP50 erweitert den Funktionsumfang um ST 2110 4K/HD-IP-Video/Audio und IP-Intercom-Funktionen.

Wird die kompakte HDCU-5500 mit dem optionalen Schnittstellenset HKCU-SM50 kombiniert, lässt sich eine direkte 3G-Monomode-Glasfaser-Verbindung (SMF) für Langstreckenübertragungen von bis zu 10 Kilometern herstellen. Die Kamerabasisstation eignet sich daher perfekt für Produktionsbereiche mit begrenztem Platzangebot, z. B. Ü-Wagen. (4/19)

Eckhard Eckstein

Eckhard Eckstein

Erfahrener Fachjournalist und langjähriger Chefredakteur der Zeitschrift MEDIEN BULLETIN. Themenschwerpunkte sind Medienpolitik und Rundfunktechnologie.

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