SWR-Verwaltungsrat beschließt Haushalt 2024

Der Haushaltsplan 2024 des SWR steht. Er sieht vor, die digitale Transformation voranzutreiben und gleichzeitig aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Lage an anderer Stelle zu sparen.

37
Verwaltungsratssitzung des SWR am 24. November 2023
Verwaltungsratssitzung 24. November 2023 ©SWR

Der SWR-Verwaltungsrat hat in seiner Sitzung am 24. November 2023 nach eingehender Beratung den Haushaltsplan für das Jahr 2024 verabschiedet. Die abschließende Beratung und Beschlussfassung im SWR-Rundfunkrat am 8. Dezember 2023 steht noch aus.

Intensive Beratung in allen vier SWR-Gremien und im SWR-Finanzausschuss

Wie im SWR-Staatsvertrag gesetzlich vorgesehen, haben sich bereits seit Anfang November der Landesrundfunkrat Baden-Württemberg sowie der Landesrundfunkrat Rheinland-Pfalz intensiv mit dem Haushaltsentwurf befasst. Es folgte die Befassung im SWR-Verwaltungsrat einschließlich der Vorberatung im zugehörigen Finanzausschuss. Zentrale Themen der Beratungen waren der Fortgang der Digitalisierungsoffensive, deren Auswirkungen auf Programm und Personal sowie Maßnahmen, mit denen auf finanzielle Herausforderungen wie Inflation und sinkende Werbeeinnahmen reagiert werden soll.

Haushaltsplan zeigt Kontinuität

Mit dem Haushaltsplan 2024 setzt der SWR seine Anstrengungen fort, in die digitale Transformation und damit in die Zukunft zu investieren. Er knüpft damit an die Strategie der laufenden Beitragsperiode an. Gleichzeitig wird berücksichtigt, dass auch der SWR auf Inflation und Preissteigerungen reagieren muss. Insgesamt sieht der Haushaltsplan Aufwendungen in Höhe von 1.367 Millionen Euro und Erträge in Höhe von 1.316 Millionen Euro vor. Der Bilanzverlust beträgt damit rund -51 Millionen Euro. Beim um Bilanzeffekte bereinigten operativen Ergebnis rechnet der SWR mit einem Minus von -72 Millionen Euro. Zur Finanzierung dieses negativen Ergebnisses werden Liquiditätsreserven (sog. Eigenmittel) aus dem zurückliegenden Spar- und Restrukturierungsprozess eingesetzt. Die Mehreinnahmen, die über die KEF-Empfehlung aus dem 22. und 23. Bericht hinausgehen, wird der SWR nicht ausgeben, sondern – wie von der KEF gefordert – einbehalten.

SWR Intendant Kai Gniffke: Setzen weiter auf digitale Transformation

Kai Gniffke: „Der Haushaltsplan für 2024 zeigt, dass verantwortungsvolle Haushaltsführung und in die Zukunft investieren sich nicht ausschließen. Der SWR treibt seine digitale Transformation weiter voran und nimmt Geld für Innovation in die Hand. Gleichzeitig treten wir an den richtigen Stellen auf die Bremse. Wir möchten zudem weiter auf enge Kooperation in der ARD setzen und gemeinsam noch effizienter werden.“

Haushaltplan als Basis für notwendige Veränderungsprozesse

Der Vorsitzende des SWR-Verwaltungsrats Hans-Albert Stechl erklärt: „Die SWR-Gremien haben sich in einem gestuften Prozess ausführlich mit dem Haushaltsplan-Entwurf befasst. Der Haushaltsplan schafft einen angemessenen Ausgleich zwischen notwendigen Investitionen in die Zukunft und Sparmaßnahmen wegen der finanziellen Herausforderungen im kommenden Jahr. Zentral ist dafür weiterhin der zurückliegende Einspar- und Umbauprozess, der dem SWR bei der digitalen Transformation zugute kommt.“