Aufwändige Risikoanalysen und hohe Sicherheitsvorschriften – der wachsende Verwaltungsaufwand beeinträchtigt zunehmend das Geschäft der SFX-Unternehmen. Unterdessen führen sinkende Markteintrittsbarrieren durch günstige Hard- und Software dazu, dass die Postproduktionsunternehmen in den letzten fünf Wirtschaftsjahren Preisverfälle von bis zu 50 % verkraften mussten. Außerdem scheint die Dienstleisterbranche noch größer und zersplitterter als die Marktteilnehmer bislang dachten. Diese und mehr spannende Eindrücke lassen sich bereits jetzt aus der Erhebung zur Situation der film- und fernsehtechnischen Dienstleister in Deutschland ablesen, die die Hamburg Media School derzeit durchführt. Im Juni hatte das Forschungszentrum die Umfrage gestartet, die erstmals ausführliche Branchen- und Unternehmensdaten über einen Markt erhebt, der zwar unbestritten wichtig für die Qualität der deutschen Filmkultur ist, für den es bisher aber kaum verlässliches Datenmaterial gibt. Die Umfrage soll grundlegende Daten, wie die Anzahl und Größe der Unternehmen in diesem Sektor erheben und Aufschluss über Umsatz, Arbeitsplätze, Investitionsaufwand und Gewinnmargen geben.
Christian Sommer, Vorstandsvorsitzender des VTFF und Geschäftsführer der CinePostproduction GmbH, betont: „Der VTFF möchte mit dieser Studie wertvolle Informationen für die gesamte Filmbranche gewinnen und eine valide Diskussionsgrundlage für die Gespräche mit der Politik, den Förderinstitutionen und den Branchenpartnern schaffen“ Für Stefan Hoff, Vorstand des VTFF und Geschäftsführer der nobeo GmbH, soll die Studie „… gerade für die sich neu bildende Gruppe der Ü-Wagen-Unternehmen wichtige Einblicke ihr Segment liefern.“ Martin Ruddigkeit, Geschäftsführer der Synchronfirma Cinephon Filmproduktions GmbH und Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Deutscher Synchronproduzenten, hat an der Umfrage teilgenommen und ermutigt auch andere Unternehmen mitzuwirken: „Der Umfang des Fragebogens sollte nicht abschrecken. Eine derartige Studie wird allen Teilnehmern Nutzen bringen – es war an der Zeit, einmal den Blick auf die film- und fernsehtechnischen Dienstleister, auch die Synchron-Firmen, zu richten. Ich rechne mit spannenden Ergebnissen!"
Der Zeitraum für die Befragung wurde ein letztes Mal bis Freitag, den 9. August 2013 verlängert. Firmen die bisher noch nicht an der Studie teilgenommen haben, sind aufgerufen, diese Fristverlängerung zu nutzen. Der Erfolg und die Aussagekraft der Studie hängen von der Beteiligung der gesamten Branche ab. Der Fragebogen zur Studie kann hier heruntergeladen werden auf http://www.vtff.de.
Kontakt zur Studie: Elisabet Richter, Tel. 030-206 7088 42, e.richter@hamburgmediaschool.com
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Befragung der Film- und TV-Produktionsdienstleister
Der VTFF ruft alle technisch-kreativen Dienstleister in der Film- und TV-Produktion noch bis zum 9. August 2013 zur Beteiligung an einer Umfrage auf. Die Ergebnisse sollen Diskussionsgrundlagen und Handlungsimpulse für Branchensegmente und Medienpolitik liefern.
Eckhard Eckstein
Erfahrener Fachjournalist und langjähriger Chefredakteur der Zeitschrift MEDIEN BULLETIN. Themenschwerpunkte sind Medienpolitik und Rundfunktechnologie.
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