Rihanna setzt bei Super Bowl-Auftritt auf Sennheiser-Technik

Eine große Herausforderung bei der Super Bowl-Halbzeitshow war die begrenzte Verfügbarkeit von Funkfrequenzen für drahtlose Mikrofone. Das Audio-Team von Sennheiser setzte auf das Digital 6000 Mikrofonsystem mit der MD 9235 Mikrofonkapsel und auf temporäre Sondergenehmigungen, um sicherzustellen, dass Rihannas Auftritt ein Erfolg wurde.

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Rihanna setzt bei Super Bowl-Auftritt auf Sennheiser-Technik
Schwierige Frequenzplanung: State Farm Arena in Phoenix ©Sennheiser

Nach Angaben des TV-Senders Fox erreichte Rihanna bei der Halbzeitshow des Super Bowl die zweithöchste Zuschauerzahl der Geschichte und übertraf damit die durchschnittliche Zuschauerzahl des Footballspiels zwischen den Philadelphia Eagles und den Kansas City Chiefs um 5 Millionen. Für die mit Spannung erwartete Performance verwendete die Künstlerin das drahtlose Mikrofonsystem Digital 6000 von Sennheiser und einen speziell angefertigten, verchromten Handsender SKM 6000 mit dynamischer Nierenkapsel MD 9235.

Verfügbares Funkspektrum wird zur Herausforderung

Während des Super Bowl-Wochenendes wurden in der Nähe der State Farm Arena in Phoenix mehr als 2.000 verschiedene Funkfrequenzen koordiniert, um zahlreiche Veranstaltungen zu unterstützen. Dazu gehörten die 2023 NFL Honors Awards, verschiedene VIP-Veranstaltungen, Open-Air-Konzerte und vieles mehr, die alle gleichzeitig stattfanden. Die Tontechniker:innen und Frequenzkoordinator:innen der diesjährigen Übertragung hatten alle Hände voll zu tun, da das verfügbare Funkspektrum für drahtlose Mikrofone immer knapper wurde.

„Phoenix ist mit Blick auf die Frequenzplanung eine herausfordernde Umgebung, weil sie die einzige Stadt ist, die offiziell keinen freien UHF-TV-Kanal hat. Sie sind alle dem Rundfunk zugewiesen, sodass nur sehr wenig Spektrum für drahtlose Mikrofone zur Verfügung steht“, sagt Joe Ciaudelli, Director of Spectrum [&] Innovation bei Sennheiser. „Dass die State Farm Arena kaum vor HF-Signalen von außen geschützt ist und sie damit sehr anfällig für Störungen ist, macht es noch komplizierter.“

Temporäre Frequenzgenehmigungen (STA) der FCC

Der Ort und die Umstände machten die ohnehin schon risikoreiche Super Bowl-Halbzeitshow für die beteiligten Audioexperten noch anspruchsvoller. „Nur dank ihres Einfallsreichtums, sorgfältiger Planung, diverser Workarounds und spezieller temporärer Frequenzgenehmigungen (STA) der FCC waren die Tontechniker:innen und NFL-Frequenzkoordinator:innen in der Lage, mit der widrigen HF-Umgebung zurechtzukommen“, berichtet Ciaudelli. Durch eine STA erhalten lizenzierte Nutzer:innen von drahtlosen Mikrofonen vorübergehend Zugang zu Frequenzbereichen, die normalerweise für diese Geräte nicht zugelassen sind. Zusätzlich nutzten die Ingenieur:innen auch Kanäle, die von schwachen oder entfernten Fernsehsendern belegt waren. Die Richtantennen der Mikrofonempfänger wurden so ausgerichtet, dass die unerwünschten Fernsehsignale zusätzlich abgeschwächt wurden.

Das Audio-Team musste bei der Auswahl des drahtlosen Mikrofonsystems für Rihanna, einschließlich der Verwendung von STAs und Richtantennen, sehr präzise vorgehen. Ziel war es, nicht nur sicherzustellen, dass ihre Stimme genauso beeindruckend klingt wie bei ihrem letzten Live-Auftritt vor vielen Jahren, sondern auch eine zuverlässige drahtlose Verbindung in der schwierigen HF-Umgebung zu gewährleisten. Die Mikrofonkapsel MD 9235 spielte eine entscheidende Rolle bei der Wiedergabe ihrer brillanten Stimme, während das Digital 6000 den Rest erledigte.

„Der diesjährige Super Bowl zeigt klar die Herausforderungen, die der Mangel an geeigneten Frequenzen für drahtlose Mikrofonsysteme mit sich bringt. STAs sind heute bei fast allen professionellen Sportereignissen erforderlich. Es handelt sich zwar um eine temporäre Sondergenehmigung, aber sie wird so routinemäßig eingesetzt, dass man sie schon als Standardgenehmigung bezeichnen kann. Da professionelle Sportveranstaltungen immer vielfältiger werden und die Anzahl der drahtlosen Audio- und Videokanäle stetig steigt, werden auch die Herausforderungen der Frequenzknappheit immer schwieriger zu bewältigen sein”, schließt Ciaudelli ab.

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